F.E.A.R. 3
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 PC DVD
Titel: F.E.A.R. 3
Originaltitel: F.E.A.R. 3
Genre: Egoshooter, Horror
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - USK
Release: Juni 2011
Entwickler: Day 1 Studios
Publisher: Warner Bros
Vergleichbar mit: F.E.A.R., F.E.A.R. 2
Erhältlich für: PC, XBox 360, PS3
Verpackung: Amaray
Inhalt: 1x DVD
Ton: Deutsch/Englisch-Gemisch
Untertitel: Deutsch
Uncut: [ ] Ja [X] Nein [ ] Unklar
Systemanforderungen (PC):
CPU: Dual Core mit ca. 2,6 GHz
RAM: 2 GB
OS: Windows XP - Windows 7
DirectX: 9.0c - 11
Grafikkarte: min. 512 MB (NVidia 8800 GT / ATI 3850HD)
Festplattenspeicher: 10 GB
Peripherie: Tastatur & Maus
Multiplayer: [ ] Ja [ ] Nein [X] Koop
Online-Bindung: Steam
Kurzinhalt:
Neun Monate ist es her, dass Point Man und sein F.E.A.R.-Trupp beauftragt wurden, dem blutrünstigen Amoklauf eines telepathisch begabten Kannibalen Einhalt zu gebieten. Point Man musste erfahren, dass er die Jagd auf seinen eigenen Bruder, Paxton Fettel eröffnet hat. Dieser macht gemeinsame Sache mit Alma Wade, der mit mächtigen psychischen Kräften ausgestatteten Mutter der beiden Brüder. Trotz dieser Erkenntnis befolgt Point Man weiterhin seine Befehle, legt auf seinem Weg die halbe Stadt in Schutt und Asche und verliert viele Männer aus seinem F.E.A.R.-Team. Durch übersinnliche Phänomene wird klar, dass Alma überlebt haben muss und – noch schlimmer – bald etwas zur Welt bringen wird, das die ganze Erde zerstören könnte. Fettel ist von den Toten zurückgekehrt, seine Absichten sind unklar. Einerseits lässt er Point Man nicht im Stich, andererseits möchte er mit Alma Kontakt aufnehmen. Unterdessen versucht der restliche F.E.A.R.-Trupp, die Mission auftragsgemäß abzuschließen. Point Man geht seinen eigenen Weg - für ihn gibt es nun keine Befehlskette mehr – für welche Seite wird er sich letztlich entscheiden?
Trailer:
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Eindruck: Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kauf-DVD (USK) Mit freundlicher Unterstützung von Warner Bros Test-Spielzeit: ca. 8 Stunden
F.E.A.R. 3 ist grafisch soldide, bietet einige tolle Effekte (auf DirectX 10 Niveau) und besticht durch eine sehr gute KI. Als "Point Man" schlägt man sich durch eine Hand voll sehr gradliniger Levels, die man danach wahlweise als sein Geisterbruder "Vettel" erneut passieren darf. Dieser kann in die Körper der Gegner schlüpfen und ballernd ein ziemliches Gemetzel hinter den feindlichen Reihen anrichten. Das ist aber auch der Knackpunkt: Die Levels sind dann bereits bekannt und schießen tut man auch als Point Man. Die "Körper in Besitz nehmen"-Funktion ist eine nette Spielerei, auf dauert nervt es aber, da umständlich, zeitlich begrenzt und die Munition immer knapp ist. Da loben wir uns die altbekannte Bullettime-Fähigkeit von Point Man, die bereits aus dem ersten Teil der Horror-Shooter-Reihe bekannt ist. Im Gegensatz zum ursprünglichen Spiel ist der Schwierigkeitsgrad diesmal aber sehr ansprechend, bzw. fordern einen die schnellen und schlauen Gegner zeitweise sehr. Einige Passagen sind aber schlichtweg unfair, so dass man tausend Tode stirbt und dazu gezwungen ist Bewegungsabläufe bestimmter Feinde einzustudieren, um sie in Sekundenschnelle auszuschalten.
Schlaue Gegner und ein 360° Deckungssystem: F.E.A.R. 3 ist nicht gruselig! - Bekämpft werden fast nur Söldner des "Aramachan-Konzerns", auf großen Kampfarealen mit vielen sterilen Deckungsmöglichkeiten. An einigen stellen warten auch große Kampfroboter darauf von Point Man bestiegen zu werden, mit denen man andere Kampfroboter platt macht und Hubschrauber vom Himmel pustet. Söldner sind dabei nur lästig und tatsächlich mit einem beherzten Mecha-Fußtritt (inkl. Energiewelle) plattzumachen. Nach einer kurzen Wartezeit regenerieren sich die eigenen Mechs, so dass sie eigentlich unzerstörbar sind... In Deckung gehen, warten und weiter machen. Das ist zwar bombastische Action, aber einfach nicht gruselig, auch wenn Alma's Wehen rotglühend den Himmel durchstreifen...
Schade ist, dass die mittlerweile hoch schwangere Alma nur in einer Nebenrolle auftritt, als Sekunden weise erscheinendes Mädchen in dunklen Ecken. Und an diesen "Schockeffekte" hat man sich als Kenner der Reihe schon längst sattgesehen. Als Neuling spätestens nachdem man bemerkt hat, dass das schwarzhaarige, blutbekleckerte Mädchen einem nichts tut.
In einer leicht überschaubaren Anzahl von Levelabschnitten bekommt man es mit Zombies und dummen Sektierern zu tun, die stumpf auf einen zu rennen, um einem im Nahkampf ein wenig Schaden zuzufügen. Einige von ihnen tragen Bombengürtel und sollten einem nicht all zu nahe kommen... Diese Abschnitte erinnern sehr an LEFT 4 DEAD: Stumpfes Geballer, allerdings ohne jegliche Spur von Taktik, obwohl am Ende eines jeden Levels u.a. Taktipunkte verteilt werden. Etwas anspruchvollere Gegner sind Dämonen, die uns an die "Terrahunde" aus GHOSTBUSTERS erinnert haben. Diese erscheinen aus dem Nichts, sind flink wie Wiesel und springen einen aus allen Richtungen an, bewaffnet mit scharfen Krallen und glühenden Zähnen. Bei diesen Gegnern heißt es in Bewegung bleiben und mit einer Shotgun feuern was das Zeug hält... Aber gegruselt haben wir uns auch bei diesen Ausgeburten der Hölle nicht...
Die Grafik ist, wie schon angemerkt, solide. Heutzutage wirken einige Explosionen, das Mündungsfeuer der Waffen und teils schwammige Texturen ein wenig lächerlich, erfüllen aber ihren Zweck. Die meisten Lichteffekte sind vorberechnet und echte Schatten gibt es nur an Stellen, an denen sie den Spieler ablenken sollen. Alles in allem sieht die zerstörte Hightechwelt von F.E.A.R. 3 auch zu sauber aus, obwohl es haufenweise Blutlachen, zerbombte Straßenzüge und Gekrösehaufen zu passieren gibt. Alle Effekte und Events werden durch Auslöser ausgelöst, innerhalb der streng vorgegeben Wege. Durch den engen Parcours ist es in diesem dritten Teil nicht mehr möglich wichtige Auslöser zu umgehen, wie es in den Vorgängern der Fall war. Ein paar wenige sind aber versteckt, um mit ihnen Archivements freizuschalten.
Damit kommen wir auch schon zur Online-Kontenbindung an Valves Plattform Steam: Diese ist eine echte Frechheit! - F.E.A.R. 3 ist eigentlich ein reiner Singleplayer-Egoshooter, dem gnädigerweise ein Koop-Modus spendiert wurde. Es ist aber nicht möglich das Spiel auf dem PC offline zu spielen! Steam fungiert für Warner Bros als reiner Kopierschutz und zur Quotenerfassung, mehr nicht. Der Käufer hat dadurch nur Nachteile (z.B. offline spielen unmöglich, spielen nicht möglich bei Problemen mit den Servern) und ein Weiterverkauf funktioniert nur dann, wenn man einen eigenständigen Account für dieses Spiel einrichtet (mit zusätzlicher Emailadresse). Und der absolute Supergau ist: Die Gesamtspielzeit von F.E.A.R. 3 beträgt grade mal 5 Stunden, großzügig gemessen! Man kann es an einem Abend durchzocken! Für Langzeitmotivation sollen die bereits erwähnten Archivements dienen, die aber völlig egal sind, weil es niemals eine richtige Community für diesen Singleplayer-Titel geben wird!
Die deutsche USK geprüfte Fassung ist stark geschnitten! Es spritzt kein Blut und getroffene Gegner lösen sich sofort in Luft auf, sobald sie mit dem Boden in Kontakt kommen. Auch wurden alle Ragdoll-Effekte (verstümmeln von Gegnern) aus der deutschen Version entfernt... Noch ist es zwar möglich einen Uncut-Patch zu verwenden (illegal), aber spätestens nach einer Protestwelle von frustrierten Müttern, die nebenbei bemerken was ihre Kinder da eigentlich spielen, weil sie einmal aufpassen, wird diese noch inoffiziell geduldete Sicherheitslücke von Valve gestopft werden. Es geht uns in Shootern nicht um das Blut, aber wir wollen Spiele gerne genau so spielen, wie es von den Entwicklern gewollt ist. Insofern stellt sich die Frage, ob Blood-Patches wirklich illegal sind, da man damit ja nur die ursprüngliche Version wieder herstellt...? - Wir schweifen ab...
Pro: Schlaue und agile Gegner, einfach zu bedienendes Deckungssystem, spaßige Mecha- und viele actionreiche Passagen mit dutzenden Gegnern. Kontra: Eine Gesamtspielzeit von ca. 5 Stunden (für ein Vollpreisspiel eindeutig zu wenig), deutsche USK-Version stark geschnitten, Grafikeffekte teilweise altbacken (DirectX 11 - wo?), zu viel Action (kaum Horror- oder Gruselfeeling), teilweise unfaire Passagen, in denen man viele Tode stirbt...
Fazit: F.E.A.R. 3 ist in unseren Augen nur ein peinlicher Versuch eine seichte Gruselatmo mit viel Blut und einem langweiligen, schwarzhaarigen Mädchen zu erzeugen. Nebenbei ist die Story sehr wirr und verdammt realitätsfern, so dass man zu seinem stummen Charakter keine Beziehung aufbaut. Ein netter Egoshooter für zwischendurch, mehr aber auch nicht. Die Grafik wirkt teilweise altbacken, dafür ist die Gegner-KI diesmal aber wirklich gut und der Schwierigkeitsgrad fordernd. Die sehr kurze Spielzeit und die Online-Kontenbindung an Steam sind eine Frechheit. Zudem ist man den Grusel bereits aus den vorherigen Teilen gewohnt. Erschrocken haben wir uns nicht ein einziges Mal... Und natürlich wurde die deutsche Fassung extrem beschnitten. Die Punkte gibt es für die Uncut-Version.
Wir geben befriedigende 3,5 von 6 Sternen
     
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Press Pictures
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