DEAD ISLAND
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 PC DVD
Titel: Dead Island
Originaltitel: Dead Island
Genre: Egoshooter mit RPG-Elementen
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - PEGI
Release: September 2011
Entwickler: Techland
Publisher: Deep Silver
Vergleichbar mit: S.T.A.L.K.E.R., Left 4 Dead 2
Erhältlich für: PC, XBox 360, PS3
Verpackung: Amaray
Inhalt: 1x DVD
Ton: Englisch
Untertitel: Deutsch
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar
Systemanforderungen (PC):
CPU: Dual Core mit ca. 2,6 GHz
RAM: 1 GB
OS: Windows XP - Windows 7
DirectX: 9.0c
Grafikkarte: min. 512 MB (NVidia 8600 GT / ATI 2600XT)
Festplattenspeicher: 2 GB
Peripherie: Tastatur & Maus
Multiplayer: [ ] Ja [ ] Nein [X] Koop
Online-Bindung: Steam
Kurzinhalt:
Willkommen auf der Insel Banoi!
Ein tropisches Paradies wird in DEAD ISLAND zum Albtraum für Ferienhungrige. Abgeschnitten von der restlichen Welt kämpfst du dir einen Weg durch Zombiehorden. Wirst du den Überlebenskampf gewinnen und einen Weg von der Insel finden?
Trailer:
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Eindruck: Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kauf-DVD (import) Test-Spielzeit: ca. 33 Stunden
Für Zombiefans mag das paradiesische Setting von DEAD ISLAND befremdlich wirken, traut man sich aber an diesen sehr ungewöhnlichen Shooter der polnischen Spieleschmiede Techland heran, wird man mit äußerst guter und vor allem deftiger Genrekost versorgt. Deftig, weil die Zombies ziemlich brutal und blutrünstig mit Hieb- und Stichwaffen erledigt, oder gar totgetreten werden müssen. Munition ist rar und sollte vor allem für Shootouts mit Banditen (im späteren Verlauf der Story) aufgehoben werden.
Ungewöhnlich wird DEAD ISLAND als "Shooter" vor allem durch ein Rollenspiel typisches Levelsystem, das aber einfach gehalten und auch für Nicht-Rollenspieler leicht zu verstehen ist. Insgesamt kann man durch Erfahrungspunkte (man bekommt sie durch das Kämpfen, erfüllen von Quests und z.B. Türen knacken) 40 Level aufsteigen und somit stärker werden (wichtig fürs' Online-Spiel). Zudem lassen sich viele Waffen erst ab einer bestimmten Stufe handhaben und auch die Zombies werden im Verlauf immer stärker/widerstandsfähiger... Trotz Sorgfältigkeit beim Bekämpfen der endlosen Scharen von Untoten und dem Erfüllen zahlreicher Quests, erreicht man die höchste Stufe aber erst gegen Ende der Story, weshalb es wenig nützt gleich zu Beginn des Spiels Stunden lang auf der Insel herumzuirren, um Zombies zu killen und somit schneller aufzusteigen. Man sollte aber mitnehmen was man kann. Pro Levelaufstieg (der Fortschritt wird am oberen, linken Bildschirmrand gezeigt) darf man einen Talentpunkt in einen der drei relativ gradlinigen Talentbäume verteilen. Dabei kann man z.B. seine Schlagkraft, seine Vitalität oder seine Spezialfähigkeit verbessern. Die vier wählbaren Charaktere sind nämlich Experten auf jeweils einem Gebiet, wie z.B. stumpfe Waffen, Schusswaffen oder Schlösser knacken. Wir wissen aber nicht genau, ob man im Spiel mehr Schusswaffen oder Munition findet, wenn man z.B. mit der Waffenexpertin spielt. Unsere Wahl fiel in der insgesamt 33-stündigen Testrunde auf den Hiphoper, der Experte für stumpfe Waffen und den Nahkampf ist. Das wirkte auf uns am aufregendsten. Effektive Schusswaffen haben wir erst im zweiten Akt gefunden und sie nutzten eigentlich nur gegen (menschliche) Banditen, die man in einigen Quests trifft (wenn man z.B. die Pumpstation wieder in Gang bringen soll oder Lebensmittel aus einem Einkaufszentrum besorgen muss). Auch im dritten Akt lauern viele Rebellen im Dschungel, so dass es tatsächlich ab und zu zu spannenden Shootouts kommt. Zudem erschienen uns die Banditen und Rebellen recht klug, denn sie laufen niemals gleiche Wege und verstecken sich sehr schnell hinter Deckungen! - Am effektivsten geht man mit Hilfe von Kopfschüssen gegen diese Fieslinge vor. Das sogenannte "Aiming" hat uns dabei keinerlei Schwierigkeiten (auf dem PC) bereitet. Einen Kopftreffer landeten wir in 7 von 10 Fällen, egal mit welcher Schusswaffe. Das einzige Problem mit den Schusswaffen ist aber, dass keine Munition "gebunkert" werden kann. Die Gegner verlieren zwar reichhaltig Packungen mit todbringenden Geschossen beim Niedergang, jedoch kann man lediglich 50 Pistolenkugeln, 60 Gewehrkugeln und 20 Schrotpatronen mit sich rumschleppen. Mehr geht nicht! Aber schießen muss man ja verhältnismäßig selten und dann reicht der Munitionsvorrat eigentlich immer aus, vorausgesetzt man durchsucht fleißig die leblosen Körper der Opfer.
Waffen können verbessert und umgebaut werden! Man erhält für erledigte Aufgaben oftmals Baupläne von den NPCs (Non Playable Charakters) oder findet sie verstreut über das gesamte Inselparadies, z.B. in Hütten. Hieb- und Stichwaffen nutzen stark ab (Schusswaffen nicht), man kann sie aber an Werkbänken reparieren, upgraden (4 Level) und auch modifizieren. Dafür benötigt man Geld, das man in herumliegenden Reisetaschen, bei getöteten Zombies oder bösen menschlichen Gegnern findet und für abgeschlossene Quests bekommt. Für das Modifizieren benötigt man die besagten Baupläne und allerlei Einzelteile, welche man verstreut im gesamten Inselparadies findet (Batterien, Nägel, Autoteile, Kolben, Klebeband, Deo, Magnete, Zahnräder, Seife, Reiniger, etc.). Da muss man sich manchmal auch die Finger schmutzig machen und den Müll durchsuchen... Einige NPCs bauen einem zudem nützliche Gadgets aus bestimmten Rohstoffen, wie z.B. ein Surfer in der Rettungsstation Molotowcocktails, wenn man ihm 5 Whiskeyflaschen bringt... Dazu muss man den NPCs aber erst mal helfen.
Jede Waffe verfügt über eine einzigartige Effektivität. So ist z.B. ein Baseballschläger nicht gleich ein Baseballschläger, denn es gibt sie mit unterschiedlichen Schadens- oder Haltbarkeitswerten. Und teilweise sind einige Waffen auch nur für Spieler ab einem bestimmten Level nutzbar... Letztere (im Inventar farbig gekennzeichnete) sind meistens viel stärker, so dass man sein Handgepäck öfter mal ausmisten sollte, denn die Slots in den Hosen- und Jackentaschen sind, wie es eigentlich immer der Fall ist, begrenzt!
Im Kampf, bzw. Nahkampf, sollte man auf jeden Fall versuchen die Zombies auf Distanz zu halten. Dies geschieht am effektivsten mit gezielten Fußtritten. Es dauert einige Zeit bis sie sich wieder aufraffen (abhängig vom Zombietyp) und so kann man ihnen leichter den Schädel zermatschen; im späteren Verlauf sogar mit einem einzigen Fußtritt, wenn man sich etwas Luft verschafft hat.
Durchgespielt haben wir DEAD ISLAND auf einem Gehobene-Mittelklasse-PC, aber wir haben natürlich auch einen kurzen Blick auf die Konsolen-Umsetzung gewagt... Grafisch trifft folgender Satz auf DEAD ISLAND am besten zu: "Außen hui, innen pfui." - Denn sein wir mal ehrlich: Ein annähernd "Open World Spiel" (zumindest sind die Areale sehr groß) mit DirectX 9c-PS3-Grafik ist heute nicht mehr State of the Art. Zumindest wurden die Makel und die mangelnde Effektvielfalt sehr gut von den Machern kaschiert und dadurch ein nahezu unbeeinträchtigtes Spielvergnügen geboten, von den noch vorhandenen Bugs zum Release des Spiels mal ganz angesehen. Und das Spiel läuft auch auf schwächeren Systemen flüssig und stabil... Auf der Playstation 3 ruckelt DEAD ISLAND aber etwas (zu wenig Frames) und die Blob-Schatten scheinen noch etwas unfeiner/ungleich härter als in der PC-Version. Zudem hat die Wegfindung zeitweise ausgesetzt! Für die Größe der Areale wurde von der Entwicklerfirma Techland aber sehr gute Arbeit geleistet und wir haben tatsächlich ein leicht schlechtes Gewissen kleinere Mängel überhaupt anzusprechen, denn im Gesamtpaket ist DEAD ISLAND das tatsächlich beste Zombie-Spiel, das uns seit dem Jahr 2000 untergekommen ist. Nur die Langzeitmotivation ist nicht ganz so groß wie bei dem Online-Koop-Shooter LEFT 4 DEAD 2, in dem es deutlich mehr auf Skill und Teambuilding ankommt. DEAD ISLAND besticht vor allem durch den "Abenteuer-Aspekt", beim durchstreifen des Inselparadieses... und dies gute 30 Stunden lang, als Einzelspieler.
DEAD ISLAND wurde nicht in Deutschland veröffentlicht. Das Spiel muss man sich aus unseren Nachbarländern importieren (z.B. über Online Shops). Die an die Online-Spieleplattform "Steam" gebundene PC-Version (nur spielbar mit bestehender Internetverbindung) lässt sich aber ohne Probleme installieren und ist 100%ig ungeschnitten, egal ob es sich um die österreichische oder englische Version handelt. Nur die österreichischen Veröffentlichungen verfügen über ein deutsches Handbuch und beide (Österreich & England) über deutsche Untertitel (auch die PS3 oder Xbox 360er Variante).
Fazit: Unzählige gut animierte Zombies, viele Rezepte für fiese Waffen um den Untoten den Gar aus zu machen, eine gute Story und ein wirklich großes, grafisch zufriedenstellend dargestelltes Inselparadies machen DEAD ISLAND für PC- und Konsolen-zockende Zombiefans zu einem Pflichtkauf. Der Online-Koop-Modus ist ein nettes Feature, aber bei weitem nicht die treibende Kraft des Spiels. Dies lebt von seinen aufregenden Quests und seiner gelungenen Atmosphäre. Ob allein oder mit Freunden, DEAD ISLAND ist ein schön ungewöhnlicher Egoshooter mit äußerst blutrünstigen Effekten, u.a. auch sehr gut geeignet zum Abbau von Feierabendstress!
Wir geben sehr stolze 5,5 von 6 Sternen
     
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Press Pictures
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