HINO HORROR 1: RED SNAKE - COMIC REVIEW





Taschenbuch



Titel: Hino Horror 1: Red Snake

Originaltitel: Akai hebi

Herkunftsland: Japan

Genre: Horror

Autor: Hideshi Hino

Zeichner: Hideshi Hino

Übersetzung: Resel Rebiersch



Taschenbuch

Verlag: scheiber&leser
Erschienen: Juni 2007
Format: Taschenbuch, schwarz/weiss, Din A5
Seitenzahl: 192 Seiten

Sonstiges: n/a




Inhalt:

Etwas Bedrohliches lauert im Gang hinter dem Spiegel, in den Zimmern, die man nicht betreten darf. Das Haus ist von tiefem, dunklem Wald umgeben, und seine Bewohner gelangen niemals über den Kreis der Bäume hinaus.
Und dann bricht das Grauen in Gestalt der roten Schlange über die Familie herein.



Eindruck:
Review von B. Köstens
Mit freundlicher Unterstützung von scheiber&leser


"So lange ich denken kann, wollte ich weg von dem Haus" - Mit diesen Worten des jungen Hideshi Hino beginnt RED SNAKE und reißt uns hinein in eine verstörende Welt. Lässt uns diese durch die Augen seines jungen Alter Egos betrachten, der es zwischen diesen unheimlichen Gemäuern und bei seiner - die Grenze des Wahnsinns scheinbar schon lange überschritten habenden - Familie nicht mehr aushält.

Ob es die Würmer essende Oma ist, die, sich für ein Huhn hält und in einem Nest hockt, darauf wartend ein Ei auszubrüten. Oder der Opa, dessen Geschwulst am Hals so stark wächst das sie wieder und wieder ausgedrückt werden muss, überall begegnet Hideshi und somit der Leser grotesken Bildern.
Das mildert auch kaum der absichtlich eher einfache Zeichenstil Hinos, denn der wahre Horror liegt in dem Text, den weit aufgerissenen Augen des Kindes und der Tatsache, dass diese Welt zwar in schwarz und weiß gezeichnet ist, in ihr aber scheinbar nur Dunkelheit und der blanke Horror herrscht, und selbst der junge Hideshi sich nicht vom bösem frei machen kann... Das es anscheinend kein Entrinnen gibt.

In diesem etwa 200 Seiten starken Manga nimmt Hideshi Hino (GUINEA PIG) seine Leser mit in einen scheinbar ewig währenden Alptraum und lässt sie dort begeistert zurück, was vor allem an seinem deutlich von Poe und Kafka beeinflussten Schreibstil liegt. Bei dem Gedanken das hier auch autobiografische Elemente mit einflossen läuft es einem noch kälter den Rücken runter.

Fazit: Verstörend und grotesk. Für jeden der sich auch beim Manga lesen gruseln will. Edgar Allen Poe lässt grüßen.

Wir geben stolze 5 von 6 Sternen:
















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