1968 TUNNEL RATS - Kino-Preview





Kinoplakat



Titel: 1968 Tunnel Rats

Originaltitel: 1968 Tunnel Rats

Genre: Kriegsfilm, Action

Altersfreigabe: noch keine Angabe

Land/Jahr: Deutschland, Kanada 2008

Regie: Uwe Boll

Drehbuch: Uwe Boll, Dan Clarke

Produzenten: Dan Clarke, Chris Roland, Uwe Boll, Shawn Williamson

Darsteller: Michael Paré, Wilson Bethel, Adrian Collins, Scott Cooper, Mitch Eakins, Erik Eidem, Brandon Fobbs, Jane Le, Scott Ly, Rocky Marquette, Garikayi Mutambirwa, Nate Parker, Brad Schmidt, Jeffrey Christopher Todd, John Wynn

Verleih: Kinostar

Laufzeit: n/a

Website: n/a




Kinostart: 13. November 2008



Kurzinhalt des Films:

1968. Amerikanische Truppen bahnen sich ihren Weg durch den Dschungel von Cû Chi in Vietnam. Der Dschungel ist mit Fallen gespickt. Scharfschützen tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden ebenso schnell wieder.
Der Schlüssel zur vietnamesischen Strategie ist ein gewaltiges Netzwerk von Tunneln, welches sich unter dem Dschungel erstreckt. Als eine Gruppe neuer Rekruten in einem abgelegenen Camp eintrifft, erfahren sie bald, dass ihre Mission kein Routineeinsatz ist. Ein Tunnelzugang wurde entdeckt und sie müssen in die engen Röhren, um den Feind zu bekämpfen. Die Vietnamesen verteidigen sich einfallsreich und erweisen sich gegenüber der überlegenen Technologie der Amerikaner als sehr effektiv.
Beide Seiten führen bis zum Ende des Films ihren verbissenen Kampf fort und machen so die Natur von Krieg deutlich: Niemand gewinnt in einem Krieg. Man kann einen Krieg gewinnen, aber verloren hat doch am Schluss jeder, der in einen Krieg involviert wird.



Trailer

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Presse-DVD
Mit freundlicher Unterstützung von Kinostar


Die Idee mit den TUNNEL RATS war sicher nicht die schlechteste, jedoch gibt es hier (bei aller filmtechnischer Qualität - Kamera, Sets, Action) zu viele Kleinigkeiten, die alle zusammen unsere Wertung etwas drücken, weil sie wirklich vermeidbar waren, hätten sich die Macher etwas mehr Zeit beim Dreh und teilweise auch in der Postproduction genommen.

Eine gute und klaustrophobische Tunnelatmosphäre kam bei uns, vor allem wegen der auffälligen Beleuchtung, auch nicht auf. Die Szenen wirken einfach zu unrealistisch hell für enge Erdtunnel, da sie mitunter von der Seite (!?) beleuchtet wurden. Hier hätte die Beleuchtung ausschließlich aus Taschenlampen oder aus der Kamerarichtung kommen dürfen; so wie es die meisten von uns z.B. aus Höhlenhorrorfilmen à la THE DESCENT kennen, die alle insgesamt nicht teuer in der Produktion waren. Zumindest nicht so teuer wie Uwe Boll´s TUNNEL RATS, der immerhin ca. 10 Millionen US-Dollar gekostet hat (THE DESCENT ~ 1 Mio. US-Dollar). Allerdings ist TUNNEL RATS bei der gebotenen, grundsätzlich guten Qualität schon wieder eines der "günstigeren Boll-Projekte". Man hätte aber mit weniger kostenintensiver Beleuchtung einen deutlich besseren Effekt erzielt...

Der Actionfilm wirkt uneingeschränkt wie wirklich in Vietnam gedreht, wurde aber größtenteils in Südafrika auf Zelluloid gebannt. Die Setbauten sind wirklich klasse, und es geht während der blutigen Schlachten einiges spektakulär zu Bruch.
Die "tödlichen Spezialeffekte" stammen vom deutschen Splatterguru Olaf Ittenbach (CHAIN REACTION). Genrekenner wissen also: Es spritzt einige Rotegrütze durch das Bild.

Wo wir grade dabei sind, kommen wir nun zurück zu den Kleinigkeiten, die uns neben den wenig atmosphärischen Tunnel-Szenen gestört haben: Da wären zum einen die Soldaten, die vor den tödlichen Treffern der feindlichen Geschosse (JOHN RAMBO lässt splattertechnisch grüßen) absolut künstlich drappiert wirken, und man deutlich sieht, dass die Darsteller einfach darauf warten getroffen zu werden. Wie sie dann letztendlich durch das Bild zerfetzen ist ziemlich derbe (positiv gemeint), wäre da nicht vorher diese Millisekunde doofes Glotzen.
Als gutes Beispiel hat uns auch ein sterbender am Flussufer gestört, der von den Vietcong aus nächster Nähe mit einer AK47 erlöst wird. Der Körper bewegt sich kein Stück, obwohl grade eine Schnellfeuersalve Kugeln in ihn eindringt. Dem Schauspieler beim Dreh zu sagen er solle kurz mal mit der Hüfte wackeln hätte bestimmt nicht das Budget gesprengt. Leider haben sich sehr viele solcher kleinen Fehler eingeschlichen...

Die Schauspieler sind alle weitestgehend unbekannt, machen ihre Sache aber sehr gut. Schade ist nur, dass man nicht besonders warm mit den Charakteren wird, denn kaum hat man sich an jemanden gewöhnt, geht er auch schon über den Jordan. Dies kann man zwar als Schrecken des Krieges interpretieren, aber vielen Zuschauern fehlt in Filmen dadurch eine Basis zum Mitfiebern. Andere finden so etwas realistisch, und es ist auch durchaus realistisch von Uwe Boll gemeint, ist zumindest aus einigen Interviews raus zuhören.

Fazit: Ziemlich blutige, ungewöhnliche und insgesamt gut gemachte Vietnamkriegsaction. Kein absolutes Highlight aber durchaus empfehlenswert.

Wir geben überdurchschnittliche 4 von 6 Sternen:
















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