
![]() Kinoplakat Titel: Transsiberian Originaltitel: Transsiberian Genre: Thriller Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK Land/Jahr: England, Deutschland, Spanien, Lithauen Regie: Brad Anderson Drehbuch: Brad Anderson, Will Conroy Produzenten: Julio Fernández, Carlos Fernández, Antonia Nava Darsteller: Woody Harrelson, Emily Mortimer, Kate Mara, Eduardo Noriega, Thomas Kretschmann, Ben Kingsley, Etienne Chicot, Mac McDonald, Colin Stinton Verleih: Universum Film Laufzeit: ca. 115 Min. Website: Transsiberian.de Kurzinhalt des Films: Roy und seine jüngere Frau Jessie unternehmen eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn. Die lebenslustige Jessie ist von dem unkomfortablen Trip durch Sibirien nicht besonders angetan, macht die Fahrt aber Roy zuliebe mit. Beide hoffen auf die Möglichkeit, ihre Eheprobleme auf dieser Reise beizulegen. Unterwegs lernen sie das Backpackerpaar Carlos und Abby kennen. Zwischen Carlos und Jessie entsteht eine erotische Spannung, doch dann versucht Carlos Jessie bei einem gemeinsamen Ausflug zu vergewaltigen. Als Jessie sich verzweifelt wehrt, tötet sie Carlos in einem Moment der Panik. Nach Carlos’ Tod entdecken Jessie und Roy ein gefährliches Geheimnis: Carlos und Abby waren als Drogenschmuggler unterwegs. Und die korrupten Polizisten, die ihnen auf den Fersen waren, sind jetzt hinter Jessie und Roy her... TrailerPlayer runterladen um das video zu sehen Eindruck: Review von B. Köstens - Prüfungsmedium: Kino Mit freundlicher Unterstützung der Presseagentur Nachdem Brad Anderson mit SESSION 9 und THE MACHINIST zwei ziemlich gelungene Filme abgeliefert hat, war die Erwartung an TRANSIBERIAN recht hoch. Erst recht, wo mit Woody Harrelson (NATURAL BORN KILLERS, NO COUNTRY FOR OLD MAN) und Sir Ben Kingsley (LUCKY NUMBER SLEVIN) zwei Schauspieler mit von der Partie sind, die ihr Können bereits des Öfteren bewiesen haben. In Anbetracht dessen fällt das Resultat dann leider etwas enttäuschend aus, denn trotz der teils wirklich guten darstellerischen Leistung (Kingsley und Harrelson werden allerdings wenig gefordert) und einer Inszenierung auf durchaus hohem Niveau, ist TRANSSIBIRIAN letztendlich nicht viel mehr als ein durchschnittlicher Thriller. Dies liegt vor allem an der Erzählweise... So wird gleich am Anfang allzu deutlich gemacht worauf der Film hinaus will, nur um daraufhin in der ersten Hälfte eine zu dialoglastige und mehr oder weniger romantische Zugfahrt zu präsentieren. Was in sofern nicht verkehrt ist, als dass die erste Hälfte des Films sicherlich noch zu der überzeugenderen gehört, bei der man aber irgendwann das Gefühl bekommt eine Dokumentation über eine Zugfahrt durch Asien zu sehen, und keinen Thriller. Ab der Mitte driftet TRANSSIBERIAN mehr und mehr in Klischees ab, und lässt die mühselige Einführung der Figuren ein wenig überflüssig erscheinen. Zudem hat man als Zuschauer das Gefühl dem Geschehen permanent ein Stück voraus zu sein, da man vieles so oder so ähnlich schon in anderen Filmen (vor allem in Hitchcocks Werken) gesehen hat. Oftmals sogar um einiges spannender. Nichtsdestotrotz rettet sich TRANSSIBERAN durch seine wirklich schönen Landschaftsaufnahmen und eine technisch einwandfreie Inszenierung, sowie eine atmosphärische erste Hälfte vor dem versinken im Mittelmaß. Wer allerdings mit einem aus fast schon zu vielen Dialogen bestehenden Thriller mit einer kaum merklich ansteigenden Spannungskurve nicht viel anfangen kann, sollte hier lieber die Finger von lassen. Ein Kino Must-See ist es ohnehin nicht (mangels Special-FX). Fazit: Brad Anderson sollte es bei diesem einen Ausflug ins "gewöhnliche Thriller-Genre" belassen. TRANSSIBERIAN leidet unter einer schwachen zweiten Hälfte, klischeehaften Figuren und einem unglaublich langsamen Spannungsaufbau. Der Film punktet aber durch eine gute technische Inszenierung und seine bekannten und routinierten Schauspieler. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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