SEED - Kino-Preview





Kinoplakat



Titel: Seed

Originaltitel: Seed

Genre: Horror, Thriller

Altersfreigabe: unbekannt

Land/Jahr: Kanada 2007

Regie: Uwe Boll

Drehbuch: Uwe Boll

Produzenten: Uwe Boll

Darsteller: Will Sanderson, Michael Paré, Ralf Moeller, Andrew Jackson, Michael Eklund, Jodelle Ferland

Verleih: Kinostar Filmverleih

Laufzeit: unbekannt

Website: www.Seed-TheMovie.com




Kinostart: 22. November 2007



Kurzinhalt des Films:

Max Seed, ein zum Tode verurteilter Massenmörder, soll auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden. Nach drei erfolglosen Versuchen, ihn hinzurichten, schießt bereits das kochende Blut aus seinen Augenhöhlen, doch Max Seed lebt weiter. Obwohl das Bundesgesetz der USA besagt, daß der Verurteilte in einem solchen Fall begnadigt wird, beschließen der Gefängnisdirektor Wright, der Henker und der anwesende Arzt Dr. Wickson, den qualmenden und nach Luft ringenden Seed für tot zu erklären.

Lebendig begraben, kämpft er sich mit letzter Kraft und dem festen Willen an die Erdoberfläche, bitterliche Vergeltung zu üben. Von Rache getrieben, nimmt er die Spur des Henkers auf.



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Presse-DVD
Mit freundlicher Unterstützung des Kinostar Filmverleih


Auszug aus dem Presseheft: Die Idee zum Drehbuch kam Uwe Boll bei der Lektüre des Buches DIE HINRICHTUNGSINDUSTRIE von Stephen Trombley. Dieses Werk beschäftigt sich mit der Geschichte der Todesstrafe und wartet mit grausamen Fakten auf. Unter anderem berichtet der Autor von Situationen, bei denen der elektrische Stuhl nicht richtig funktionierte, wodurch es zu langen qualvollen Sterbeszenarien für die Verurteilten kam.

Um im wahrsten Sinne des Wortes realistisch zu drehen, hatte sich das Team für SEED etwas Besonderes einfallen lassen: Die Leichen und Tierkadaver für den Film wurden nicht, wie üblicherweise gehandhabt, aus Silikon, Kunstblut u.a. geschaffen, sondern man modellierte die Figuren aus echtem Fleisch und ließ es über Monate hinweg von Maden und Larven zerfressen.

Uwe Boll verfolgt mit SEED noch eine weitere Intention. In der Eingangssequenz werden Videoaufnahmen von grausamen Tierquälereien eingeblendet. Das Schockierende: Hierbei handelt es sich um reale Aufnahmen, die dem Filmteam von PETA (People for the ethical treatment of animals) zur Verfügung gestellt wurden. Beide Seiten erachten diese Zusammenarbeit für äußerst wichtig, Uwe Boll sieht sich selbst als "leidenschaftlichen Unterstützer von PETA". Dementsprechend wird die Tierschutzorganisation 2,5 % des Gewinns von SEED erhalten!
Für Uwe Boll ist die Verwendung dieses schockierenden Bildmaterials so wichtig, weil er aufzeigen möchte, "wie primitiv der Mensch eigentlich ist .... er quält und tötet gnadenlos, ohne Emotionen, als Sport, für den Profit oder als Ausdruck anderer Maßlosigkeiten."

SEED wurde, so Uwe Boll in einem Interview mit uns, innerhalb eines Monats abgedreht. Keine sehr lange Zeit, aber durch eine gute Postproduction präsentiert sich der Film letztendlich als super kontroverser, und vor allem gut gemachter Hardgore-Horrorthriller, in bester Tradition der bekanntesten Vertreter der Terror- und Exploitationfilmwelle (deren Namen man nicht mehr zu erwähnen braucht) der letzten Jahre, auch wenn er rein optisch nicht so qualitativ hochwertig produziert wurde. Das ist etwas schade, weil laut Wikipedia ca. 10 Mio. US-Dollar Budget zur Verfügung standen! Vielleicht ist das meiste Geld für einen authentischen 70er Jahre-Look draufgegangen.

Teilweise wirkt SEED wie eine sehr gelungene Independent-Produktion (verleiht Charme) mit leicht verwackelter Handkamera, was der Atmosphäre sehr zugute kommt. Die Kameraführung und -platzierungen verleihen dem Film einen leicht pseudodokumentarischen Touch.

Brutalitätstechnisch (tolles Wort, oder?) geht es sehr gut zur Sache, jedoch hatten wir etwas mehr von einem Film erwartet, der mit dem Spruch wirbt "Der härteste Horrorfilm aller Zeiten" zu sein.
SEED ist auf keinen Fall leicht verdauliche Kost, richtig hart sind aber tatsächlich nur 3-4 Morde/Szenen (abgesehen von den PETA-Videos zu Begin).
So fangen z.B. die SEED´s Augenhöhlen auf dem Elektrischen Stuhl an durch die Maske hindurch zu bluten (in bester Tradition von GESICHTER DES TODES), oder SEED schlägt den Kopf einer gefesselten Frau ca. 3-4 Minuten mit einem Hammer zu Brei. Die Sache mit dem Baby könnte einigen übel aufstoßen... Aber wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

Die Effekte sind ziemlich gut gemacht, jedoch nicht gut genug um 100%ig glaubwürdig rüber zu kommen (es wurde viel mit Zeitraffer gearbeitet). Es ist eher die gezeigte Sache an sich, die durch die eigene Vorstellungskraft als hart empfunden wird...

An einer Stelle, und zwar als SEED "gegrillt" wird, kam uns der Verdacht der Film sei evtl. geschnitten. Dem Inhalt nach überlebt SEED drei 15sekündige Stromstöße, in Wirklichkeit sind es aber nur zwei. Nach dem zweiten werden die Zuschauer aus dem Raum geschickt und der 666-fache Massenmörder für tot erklärt. Hätte er einen dritten Stromstoß vor Publikum überlebt, wäre er begnadigt worden (so ist es in den USA gesetzlich festgelegt). Also beschließen alle Beteiligten ihn lebendig zu begraben...

Man braucht etwas Fantasie um sich richtig in diesen surrealen Hardgore-Thriller hineinzuversetzen. Kritisiert wird in erster Linie die "Krankheit Mensch"...
Die ungeschnittene Fassung überzeugt auf ganzer Linie. Ob der Film tatsächlich uncut in den Kinos laufen wird ist uns leider noch nicht bekannt...

Fazit: Für ein sehr hohes Budet regietechnisch keine atemberaubende Leistung, aber auf jeden Fall ein ultra hartes Schlachtfest! In keinster Weise zu vergleichen mit Uwe Bolls bisherigen Filmen!

Wir geben stolze 4,5 von 6 Sternen:
















Press Pics

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