SCAR 3D
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Poster



Titel: Scar 3D

Originaltitel: Scar 3D

Genre: Horror, Thriller

Altersfreigabe: vermutlich ab 16 Jahren

Land/Jahr: USA 2007

Regie: Jed Weintrob

Drehbuch: Zack Ford

Produzenten: Douglas Berquist, Jamie Gordon, Courtney Potts, Norman Twain, Daniel Hank, Allison Powell, Bob Silberberg

Darsteller: Angela Bettis, Kirby Bliss Blanton, Ben Cotton, Devon Graye, Al Sapienza, Monika Mar-Lee, Tegan Moss, Brittney Wilson, Bill Baksa, Carey Feehan, Kristin Kowalski, Brandon Jay McLaren, Christopher Titus, Jeryn Church, James D. Hopkin, Emma Duncan

Laufzeit: ca. 90 Min.

Kinostart: 21. Oktober 2010

3D-Format: 2D -> 3D

Verleih: Anolis Entertainment

Website: ScarTheMovie.com

Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar



Kurzinhalt des Films:

Joan Burrows geriet als Teenagerin in die Fänge des Psychopathen Bishop. Dieser gab seinen Opfern die perfide Wahl, entweder selbst zu Tode gefoltert zu werden oder dem Mord an einem weiteren Gefangenen zuzustimmen. Joan konnte sich damals befreien und tötete Bishop. Seine Mordserie schien damit beendet und Joan wurde zu einer Lokal-Heldin. Überwunden hat sie dieses Trauma jedoch nie...

16 Jahre nach ihrer Tortur kehrt Joan nach Ovid zurück, um dabei zu sein, wenn ihre Nichte Olympia zur "Prom Queen" gekürt wird. Kurz nach ihrer Ankunft beginnt erneut eine Serie von grausamen Morden. Wieder sind Teenager die Opfer, vor allem Freunde von Joans Nichte werden wahllos verschleppt und getötet. Zurück bleiben jeweils verstümmelte Leichen. Joans erster Gedanke gilt Bishop, von dem sie glaubt, er sei wieder zurückgekehrt. Als schließlich Olympia verschwindet, ergreift sie die Initiative und macht sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Aber die Polizei verdächtigt zunächst Joan selbst und verhaftet sie. Doch die um das Schicksal ihrer Nichte besorgte Joan kann aus dem Gefängnis fliehen und setzt nun alles daran, Olympia zu retten und die Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen...



Trailer:

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Eindruck:
Review von M. Weissbrodt - Prüfungsmedium: Kino
Mit freundlicher Unterstützung der Pressebetreuung


Regisseur Rob Weintrob (ONE LINE) scheint mit seiner zweiten Regiearbeit nicht gerade auf einer Erfolgswelle zu reiten, denn SCAR 3D reiht sich nahtlos in in die Liste günstiger DVD-Produktionen nach 08/15 Manier ein. Zwar schafft es Weintrob allgemein gute Bilder einzufangen, jedoch gelingt es ihm nicht wirkliche Spannung aufzubauen, geschweige sie zu halten. Kurzzeitig wird der Verdacht auf eine bestimmte Person als Killer gelenkt, dies wird aber mehr als plump aufgelöst. Der Film hat große Schwächen hinsichtlich seiner Erzählweise, die dazu führen dass ein Gefühl von Ungeduld und Länge in einem geweckt wird. Jede Möglichkeit dem Film einen roten Faden oder eine Spannung zu verleihen wird erbarmungslos ausgelassen. Der einzige rote Faden im Film der immer wieder auftaucht, scheint die vom Killer verschaffte Gesichtswunde von Joan zu sein, die trotz der vergangenen 16 Jahre immer noch frisch zu sein scheint. SCAR 3D hat mehr Logiklöcher als die darin gezeigten Leichen, und so ist er nicht mehr als ein billiger Abklatsch von Slasherfilmchen alter Schule, albern und billig.

Die Schauspieler scheinen sich keinerlei Mühe zu geben. Vor allem die schauspielerische Qualität des Killers ist so dämlich, dass sie schon wieder ungewollt lustig erscheint. Vielleicht lag es an der Synchronisation, dass die Texte wie abgelesen wirken – aber auch deren Inhalt (über Joints und Sex) ist pure Sinnlosigkeit. Die Dialoge sind insgesamt sehr schwerfällig und hölzern, so dass der Eindruck entsteht, als wären die Texte nur dazu da, dem Film 90 langweilige Minuten zu verschaffen.

Tötungsszenen gibt es nicht. Jedenfalls sind sie nicht sichtbar oder geschehen im Off. Meist tauchen verschwundene Teens irgendwo in Betten oder Bäumen (!) als Leichen wieder auf; mal mehr, mal weniger fies dargestellt. Das wirft den Verdacht auf, dass explizite Szenen entweder geschnitten sind – oder eben wirklich nicht sichtbar. Einzig eine Szene in der Joan sich von ihren Handschellen befreit, in dem sie mit einer Glasscherbe ihren Daumen malträtiert, fällt ein wenig blutig aus... Das erwähnen wir, weil andere Medien darüber berichten dass die Tötungen durch den 3D-Effekt sehr plastisch wirken. Die Sichtung zeigte uns aber, dass mehr als Andeutungen von Folter, bzw. Herumgefuchtel von Skalpellen und Werkzeug nicht zu sehen ist. Hin und wieder halt noch, in Rückblenden zwei arme Mädels, die auf Tischen gefesselt sind und – quietschen...

Wenn man den langweiligen Plot mal beiseite lässt und auch den lahmen Score überhört, könnte man hoffen dass die 3D-Technik noch etwas im Ansatz hätte retten können. Doch leider wurde diese Chance vertan... Zwar wurde der Film, im Gegensatz mancher Pressemeldung, tatsächlich in echter 3D-Technik (wie z.B. AVATAR) gedreht und eben nicht nachbearbeitet, doch die Möglichkeit hier ein paar effektvolle Bilder einzubauen – gerade in den Momenten, in denen es nötig gewesen wäre – wurde leider nicht wahrgenommen. Insgesamt gibt die 3D-Technik aber wenig Grundlage für negative Kritik.

Vielleicht lag es an der bedeutungslosen Qualität des Plots, dass es SCAR 3D erst jetzt nach Deutschland geschafft hat; denn er war bereits 2007 in den amerikanischen Kinos zu sehen, in denen er wohl sang und klanglos unterging. Oder der Film schwappt nun einfach auf der Welle des derzeitigen 3D-Hypes zu uns herüber...? Wie auch immer: SCAR 3D ist ein Film den man sich mal ansehen kann, aber den man absolut nicht gesehen haben muss.

Fazit: 90 Minuten in denen kaum etwas spannendes passiert. Hier und da eine Leiche, viel Andeutung, wenig Handlung, ein paar Liter verteiltes Blut – und ein (oder zwei?) Killer, der einem eher das Lächeln statt das Fürchten lehrt...

Wir geben 2 von 6 Sternen

























Press Pictures

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