SAW 3D
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Poster



Titel: Saw 3D

Originaltitel: Saw 3D

Genre: Exploitation, Thriller

Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - FSK

Land/Jahr: USA 2010

Regie: Kevin Greutert

Drehbuch: Patrick Melton, Marcus Dunstan

Produzenten: Mark Burg, Oren Koules, Peter Block, Daniel J. Heffner, Stacey Testro, James Wan, Leigh Whannell

Darsteller: Tobin Bell, Costas Mandylor, Betsy Russell, Cary Elwes, Sean Patrick Flanery, Chad Donella, Gina Holden, Laurence Anthony, Dean Armstrong, Naomi Snieckus, Rebecca Marshall, James Van Patten, Sebastian Pigott, Jon Cor, Anne Lee Greene, Chester Bennington, Dru Viergever, Gabrielle D. West, Benjamin Clost, Kevin McGarry, Kim Schraner, Olunike Adeliyi, Ishan Morris

Laufzeit: ca. 89 Min.

Kinostart: 25. November 2010

3D-Format: Digital 3D

Verleih: Kinowelt

Website: Saw3D.Kinowelt.de

Uncut: [ ] Ja [ ] Nein [X] Unklar



Kurzinhalt des Films:

Nur wenige haben die Todesfallen des Puzzle-Mörders Jigsaw überlebt. Als seine Opfer sich zusammenschließen und Hilfe bei dem Selbsthilfe-Guru Bobby Dagen suchen, setzen sie unwissentlich eine neue Welle des Terrors in Gang. Denn noch lange nach seinem Tod läuft das mörderische Säge-Werk von John Cramer alias Jigsaw weiter. Das letzte Spiel beginnt: ein letzter Akt, ein Finale des Grauens – bis zum endgültigen Game Over.



Trailer:

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Eindruck:
Review von M. Weissbrodt - Prüfungsmedium: Kino (OmU)
Mit freundlicher Unterstützung der Pressebetreuung


SAW 3D - VOLLENDUNG bereitet uns ein furioses und bluttriefendes Serien-Finale und toppt die bisherigen Fortsetzungen nicht nur durch eine Steigerung der ausgefeilten "Bestrafungs-Maschinen". SAW 3D bietet genau das was man von ihm erwartet: eine nahtlose Handlung, überzeugende Schauspieler, bemerkenswerte Bilder und nervenaufreibende Spannung, die sich durchgängig 89 Minuten hält. VOLLENDUNG wartet mit einigen neuen und erschreckenden Gerätschaften und Spielen auf, die eine Herausforderung für Zuschauer mit schwachen Mägen sind. Auch hier blieb man dem Motto "härter, blutiger, ekliger" durchaus treu – obwohl man eigentlich keine Steigerung vermuten konnte.

Die Drehbuchautoren Patrick Melton, Marcus Dunstan und Regisseur Kevin Greutert schaffen es den Handlungsstrang schlüssig an SAW VI anzuknüpfen und weiterhin – oder letztendlich - einige Rätsel zu lösen – und gehen damit bis zum ersten Teil der Reihe zurück. Noch offene Fragen werden nun beantwortet und Figuren aus anderen Teilen erfahren ein weiteres, klärendes Auftauchen. Wenn noch bei SAW VI die jeweiligen Charaktere eher in den Hintergrund gerieten, so wird das in dieser letzten Fortsetzung ins Gleichgewicht gebracht. Zwar entfällt auch hier ein gewisses Rätselraten, da durch die direkten Vorgänger klar ist, dass Detective Hoffman nun der Drahtzieher – bzw. der Erbverwalter von Jigsaw ist, jedoch kommt es trotzdem zu einigen Überraschungen und das Rätseln wird durch eine gute Portion Spannung ersetzt...

Hoffman – soviel darf auch diesmal wohl verraten werden - wählt seine ersten Opfer dieses Mal auf Grund "kleinerer" moralischer Vergehen aus, wie wir gleich in der ersten, sehr beeindruckenden Szene sehen dürfen – ein Mädel, das sich wohl von zwei Jungen "aushalten" lässt... Der Zuschauer ist in dieser Szene wie ein Voyeur live dabei, wie auch die anderen Zuschauer auf dem öffentlichen Platz, die das Unfassbare, was sich hinter einem verglasten, Schaufenster ähnlichen Kasten abspielt, hilflos mit ansehen müssen. Natürlich lassen es sich die Passanten auf der Straße nicht entgehen von den drei jungen Leuten, die sich in einer äußerst tödlichen Situation befinden, Fotos zu schießen. So ist es schon makaber anmutend, wenn das Dreirad-Killer-Püppchen auftaucht, sich die Gerätschaften in Gang setzten und unzählige Handys in die Luft erheben. Diese Situation wirkt fast wie ein Spiegelbild auf den Zuschauer im Kino...
Die weiteren Opfer dienen einem anderem Ziel, dessen Zusammenhang hier aber nicht verraten werden sollte. Die Art und Weise wie die weiteren Teilnehmer von Hoffmans Tötungsmaschinen zur "Rechtschaffenheit" gerufen werden, ist beeindruckend ausgefeilt und brutal. Mal wieder etwas für das geschulte Exploitation-Auge. Die Effekte sind genial und das Ableben einiger Probanden handwerklich meisterhaft inszeniert. Hier kann so mancher Hobby-HNO-Arzt oder TV-Serien-Chirurg etwas über die menschliche Anatomie lernen – so explizit und genauestens wurde hier gearbeitet. Es mag pervers klingen, aber manche von Hoffmans Apparaturen sind so interessant, dass man sich innerlich sagt: "...das will ich jetzt unbedingt sehen!" – und hofft insgeheim, dass die "Übeltäter" die Prüfung nicht bestehen werden...

Bei der rasanten Handlung übersieht man fast den 3D-Effekt. Der siebte Teil wurde mit echtem 3D-Verfahren gedreht und bemerkenswert in Szene gesetzt. Hier schaffte es Greutert erstmals 3D wirklich gekonnt in einem blutigen Film einzubringen, in ähnlicher Qualität wie es zuletzt bei MY BLOODY VALENTINE zu sehen war, der aber leider nur durch seine Effekte im Kino überzeugen konnte. Allerdings fließt bei SAW 3D viel mehr Blut...

Bemerkung: SAW 3D läuft in der ungeschnittenen R-Rated-Fassung in den deutschen Kinos mit einer FSK 18er Freigabe. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass auf optischen Medien später noch ein Director´s Cut oder eine Unrated-Fassung mit einer Spio/JK-Freigabe auf den Markt kommt.

Fazit: Der (vorerst) letzte Teil der Reihe lässt keine Wünsche offen und fesselt den Zuschauer bis zur finalen Szene, die objektiv betrachtet vielleicht wieder Freiraum für eine Fortsetzung lässt... Was in letzteren Teilen bei der Handlung und den Figuren schwächer dargestellt war, hat hier erneut ein Gleichgewicht gefunden. Eine gute Handlung, ein einwandfreies (3D-)Bild, überzeugende Schauspieler und das Puzzle ist fertig. Letzte offene Fragen werden geklärt und was den Blutdurst der Zuschauer anbelangt: er wird gestillt!

Wir geben sehr stolze 5,5 von 6 Sternen

























Press Pictures

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