RUINEN - Kino-Review





Kinoplakat



Titel: Ruinen

Originaltitel: The Ruins

Genre: Survivalhorror, Infected, Horror

Altersfreigabe:

Land/Jahr: USA 2008

Regie: Carter Smith

Drehbuch: Scott B. Smith

Produzenten: Chris Bender, Stuart Cornfeld, Jeremy Kramer, Ben Stiller, Gary Barber, Roger Birnbaum, Trish Hofmann

Darsteller: Jonathan Tucker, Jena Malone, Laura Ramsey, Shawn Ashmore, Joe Anderson, Sergio Calderón, Jesse Ramirez, Balder Moreno, Dimitri Baveas, Patricio Almeida Rodriguez, Mario Jurado

Verleih: Universal Pictures

Laufzeit: ca. 90 Min.

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Kinostart: 26. Juni 2008



Kurzinhalt des Films:

Basierend auf dem Roman von Scott B. Smith lässt der Film eine Handvoll Teenager von den ausgetretenen Touristenpfaden Yucatáns abkommen und in einen grauenvollen Alptraum geraten. Teils aus Abenteuerlust, teils aus Hilfsbereitschaft kehren die Jungen und Mädchen den Pool-Landschaften Cancúns den Rücken und folgen einer geheimnisvollen Karte zu einer archäologischen Fundstelle mitten im Dschungel. Vor tausend Jahren wurden hier Menschen geopfert und irgendwas treibt hier auf der von Pfl anzen überwucherten Maya-Pyramide noch immer sein Unwesen. Die Bewohner eines naheliegenden Dorfes hindern die Jugendlichen daran mit Gewalt, die unheimliche Opferstätte zu verlassen, und spätestens, als sie unter den Rankpfl anzen einige Leichen entdecken, wird allen klar, dass ihr Leben in Gefahr ist. Einer nach dem anderen wird in eine tödliche Falle gelockt, angegriff en und ermordet – es gibt kein Entkommen und keine Hoffnung!



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kino

Eine echte Überraschung ist Carter Smith´s Film RUINEN, basierend auf einem Roman von Scott B. Smith, der auch das Drehbuch schrieb. Also dürfte die Story relativ unverfälscht sein.

Nicht unbedingt hochkarätig besetzt wirken die Jungdarsteller trotzdem 100%ig überzeugend, wobei einige Sprüche schon zum Schmunzeln anregen. Ein guter Gag ist: "Vier junge Amerikaner verschwinden nicht so einfach im Urlaub!" – Gellendes Gelächter brach im Kino aus. Dafür können die Schauspieler aber nichts, und vielleicht wurde so auf die Naivität einiger US-Bürger angespielt. Uns würde es auf jeden Fall nicht wundern, wenn wir das ein oder andere Gesicht in zukünftigen Kinofilmen wiederentdecken.

Der FSK 16er-Film drischt mit einer unglaublichen Härte auf die Zuschauer ein! Solch deftige Szenen gibt es wahrlich nicht oft innerhalb dieser Freigabegruppe zu bestaunen.
So sind die Opfer in diesem Infected-Survivalhorrorfilm gezwungen sich selbst zu verstümmeln, da sich Ableger von Pflanzen in ihrem Fleisch winden und gedeihen.
Tropische Pflanzen sind zwar hübsch anzusehen, aber mit dieser hier ist auf keinen Fall zu spaßen. Einmal berührt ist man hoch infektiös und (im späteren Verlauf) des Todes, was auch die Ureinwohner der Gegend wissen. Sie verhindern, dass die jungen Urlauber von der bewachsenen Pyramide im Dschungel entkommen, und das auf äußerst rabiate Art und weise; was die Gruppe Reisender sofort nach dem erreichen des Bollwerks schnell begreifen muss. Nur die Panik der Ureinwohner muss erst einmal erforscht werden...

Technisch ist der Film auf hohem Niveau und qualitativ zu vergleichen mit dem Dschungel-Horror-Thriller TURISTAS, mit einer gehörigen Portion CABIN FEVER, bloß ohne den Trashfaktor und dem dazugehörigem Humor. RUINEN ist tot ernster Survivalhorror!

Aufwendige Kamerafahrten sind eher selten. Das Bild ist überhaupt nicht hektisch und besticht durch tolle und atmosphärische Kameraeinstellungen. Teilweise ist der Film (vor allem in der Pyramide) etwas zu dunkel. Aber die Anzahl der Höhlenszenen hält sich in Grenzen.
Untermalt wird das Spektakel hauptsächlich durch einen ultra bedrohlichen Ambient-Sound. Auf poppige und moderne Musik wurde weitestgehend verzichtet.
Man könnte fast sagen, dass RUINEN fast schon ein Ausnahmefilm im MTV-Zeitalter ist, wo in neuen Filmen fast keine Kameraeinstellung länger als zwei Sekunden dauert..

Leider haben wir eine der letzten Kinovorführungen besucht. Horrorfans, die diesen verdammt guten Streifen noch nicht gesehen haben, müssen nun zwangsläufig auf einen baldigen Rental-Start hoffen...

Fazit: Ziemlich blutig, sehr hart, innovativ und dazu noch super spannend! RUINEN ist ein absolutes Genre-Highlight!

Wir geben stolze 5 von 6 Sternen:
















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