PRIMAL
Review @ GruselSeite.com


DVD



Titel: Primal

Originaltitel: Primal

Genre: Infected, Horror, Survivalhorror

Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - FSK

Land/Jahr: Australien 2010

Regie: Josh Reed

Drehbuch: Josh Reed

Produzenten: Nigel Christensen, John Cordukes, Rob Gibson, Josh Reed

Darsteller: Krew Boylan, Ch'aska Cuba de Reed, Santiago Cuba de Reed, Lindsay Farris, Rebekah Foord, Damien Freeleagus, Stephen Shanahan, Wil Traval, Zoe Tuckwell-Smith



DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Verleih: Anolis
Kinostart: -
Verleihstart: 25.08.2011
Verkaufstart: 22.09.2011
Verpackungen: Amaray / Blu-ray Hülle
Discs enthalten: 1 x DVD / 1 x Blu-ray
Ton:
• Deutsch: DD 5.1
• Englisch: DD 5.1
• Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 2,35 : 1
Blu-ray Auflösung: HD 1080p
Laufzeit: ca. 81 Min. (ca. 84 Min. Blu-ray)
Uncut: [ ] Ja [X] Nein [ ] Unklar

Extras:

• Bildergalerie
• Trailer



Kurzinhalt des Films:

Ein Campingtrip entwickelt sich für sechs Freunde zum Alptraum: Eine von ihnen wird krank, degeneriert in ein primitives Wesen und verfolgt ihre Freunde, kontrolliert von einem mysteriösen, uralten Wesen, das in einem Berg haust.



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Leih-DVD

Der australische "Infected-Monsterhorrorfilm" PRIMAL hat uns einigermaßen gut unterhalten, vergleichbar mit einer Hühnersuppe zum Abendessen. Sie sättigt kurzzeitig, es handelt sich dabei aber nicht um ein oppulentes Mahl. Es gibt unserer Meinung nach weitaus mehr negative als positive Kritikpunkte.

Die Kameraführung wirkt sehr hektisch, so als hätte man lieber ein Musikvideo drehen wollen, vorzugsweise Technogezappel. Die absichtlichen Verwackler und oft zu schnellen Schnitte disharmonieren sehr mit den ruhigeren Passagen des Films. Zudem benutzte man so etwas wie Zeitlupen-Effekte an den unmöglichsten Stellen, die man in der Theorie an jedem PC mit jedem 50€ teuren Schnittprogramm als Laie mindestens genau so gut hinbekommen kann. Auch die Farben im Film sind extrem knallig, als habe man in der Postproduction den Monitor falsch eingestellt und im Nachhinein noch mal die Farbwerte stark hoch geregelt. Am unangenehmsten ist uns aber das matschige Bild der deutschen DVD aufgefallen! - Die Unschärfe erkennt man sogar auf unseren verkleinerten Screenshots.

Die Story ist durchwachsen und zum Teil realitätsfern.
Zu Beginn beobachtet man eine Gruppe von "Wissenschaftlern", bei denen es sich eigentlich nur um "hormongesteuerte Midzwanziger" handelt, die zu einem sehr markanten Berg im australischen Outback fahren wollen, wo sie Felsenmalereien vermuten, die seit 120 Jahren kein Mensch mehr gesehen haben soll. Solch ein markanter Berg wäre aber definitiv kartografiert und bekannt gewesen und natürlich kann man zu der Stelle, an der sich die Malereien befinden, bis auf wenige Hundert Meter mit dem Auto heranfahren, weshalb sie also auch ein Straßenbauer beim Pinkeln im Wald hätte finden können! Außerdem geht ein Teil der Gruppe durch eine Höhle im Berg, um zu besagter Stelle zu gelangen, die als eine natürliche Barriere, für das was sich dahinter befindet, fungiert. Aber dieses Etwas könnte auch einfach um den Berg herum laufen... Also fragt man sich was das Ganze eigentlich soll!?
Es wirkt vielleicht gemein, sich an solch Kleinigkeiten aufzuhängen, bei einem Film der offensichtlich nicht intelligent sein will. Aber dies vermieste uns gleich am Anfang den Spaß am Zusehen, weil dadurch die ganze Story unglaubwürdig wirkte... Es fehlt der gewisse Grad an Realismus.

Drückt man zu Beginn von PRIMAL ein Auge zu und belächelt die unglaubwürdigen Twens, dann wird man durchaus gut durch den relativ spannenden Mittelteil unterhalten, in dem anscheinend Blutegel einen Virus übertragen, der alle Lebewesen in stark bezahnte, wilde Bestien verwandelt. Die Flucht von dem Ort wird der Gruppe durch kleine Käfer erschwert, die am liebsten Kunststoff fressen, spricht Zelte, Rucksäcke und Autoreifen! Leider verhalten sich die Protagonisten ab einer gewissen Laufzeit aber immer dämlicher und zum Ende hin driftet die Story dann vollends ad absurdum... Wir möchten an dieser Stelle aber nicht zu viel vom Film vorwegnehmen.

Das Cover vermittelt durch die blutige Machete ein ziemliches Schlachtfest. Es bleibt aber bei einer Hand voll mäßiger Slasher-FX, die fast alle schon in Trailern angedeutet wurden und im Film selbst nicht viel spektakulärer wirken. Wer ein Splatterfest erwartet ist hier also nicht unbedingt an der richtigen Adresse, was schade ist, denn einige (und bessere) blutige Effekte mehr hätten den Spaß am Zusehen (vermutlich) erhöht. Aber nicht unbedingt die drei fehlenden, kurzen Szenen der deutschen FSK geprüften DVD bzw. Blu-ray.

Die Synchronisation geht in Ordnung. Über die Bildqualität haben wir bereits berichtet: Sie ist relativ schlecht.

Fazit: Die Grundidee von PRIMAL ist eigentlich gut, jedoch schmälern einem die recht dämlichen und unglaubwürdigen Charaktere und der teilweise unangenehm hektische Schnitt das Sehvergnügen merklich. Zudem ist die Story relativ unlogisch und einfach nicht gut durchdacht. Auch ein Splatterfest ist hier nicht zu erwarten, wie einem das Cover vermitteln möchte. PRIMAL kann man sich ansehen, man verpasst aber auch nicht wirklich viel wenn man es sein lässt.

Wir geben durchschnittliche 3 von 6 Sternen

























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