 DVD
Titel: Prey
Originaltitel: Proie
Genre: Tierhorror
Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK
Land/Jahr: Frankreich 2010
Regie: Antoine Blossier
Drehbuch: Erich Vogel, Antoine Blossier
Produzenten: Jean-Marie Delbary, Olivier Oursel
Darsteller: Gregoire Colin, Berenice Bejo, Isabelle Renauld, Francois Levantal, Fred Ulysse, Joseph Malerba
DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)
Verleih: Universum Film
Kinostart: -
Verleihstart: 24.08.2011
Verkaufstart: 23.09.2011
Verpackungen: Amaray / Blu-ray Hülle
Discs enthalten: 1 x DVD / 1 x Blu-ray
Ton: • Deutsch: DD 5.1 • Französisch: DD 5.1 • Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: -
Bildformat: 2,35 : 1
Blu-ray Auflösung: HD 1080p
Laufzeit: ca. 75 Min. (ca. 79 Min. Blu-ray)
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar
Extras:
• Trailer
Kurzinhalt des Films:
PREY erzählt die Geschichte von Nathan, der sich den Herbst lang mit seiner Familie in einem Kurort zurückzieht. Die Schwangerschaft seiner Frau Claire und das anstehende Ende des Familienbetriebs zwingen die Familie einige schwierige Entscheidung zu fällen. In der ersten Nacht, als die Familie sich versammelt hat, wird Claires Vater von einem Reh auf geheimnisvolle Weise terrorisiert. Die Männer beschließen sich auf die Suche nach dem Ursprung des merkwürdigen Verhaltens des Tieres zu machen, der sich anscheinend im umliegenden Wald befindet. Durch die ansteigende Spannung zwischen den Männern, wird ihnen bald bewusst, dass die Jagdsaison noch nicht vorbei ist...
Trailer:
Player runterladen um das video zu sehen
Eindruck: Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Presse-DVD Mit freundlicher Unterstützung von Universum Film
Der französische Tierhorrorfilm PREY, von Regisseur und Drehbuchautor Antoine Blossier, besticht vor allem durch noch recht unbekannte Schreckgestalten, nämlich Wildschweine... Diese zeigten kürzlich zwar schon die Genrekollegen PIG HUNT und der humorvolle Mitstreiter KEILER aus Südkorea, so wie im Jahr 1984 der australische Beitrag RAZORBACK, jedoch keiner der Genannten auf solch eine ungewöhnliche Art und Weise: Die wild gewordenen und mutierten (?) Killerschweine bekommt man nämlich nicht zu Gesicht. Lediglich Schnauzen mit messerscharfen Hauern beißen in die Verstecke der Jäger und nach eben diesen.
Man könnte sagen PREY ist vom Stil her sehr französisch geworden, denn die Kameraarbeit und Schnitttechnik wirken typisch für Produktionen aus unserem Nachbarland. Schnelle und eher langsam geschnittene Passagen stehen im ständigen Wechselspiel und sehen dabei sehr gut aus. Jedoch ist diese fiese Genreperle zu größten Teilen sehr dunkel gehalten, so dass man oftmals nicht viel erkennen kann. Das lässt den Zuschauer im Ungewissen über den Umfang und die Anzahl der Tiere und regt die Fantasie an. Der Horror ist in PREY also eher subtiler Natur, was zu großen Teilen auch der sehr bedrohlichen Soundkulisse zu verdanken ist.
Einerseits finden wir es sehr gut, dass PREY komplett ohne Effekthascherei und digitale Tricktechnik auskommt, andererseits ist es aber auch schade, dass man die Wildschweine nur in toter und verwester Form zu Gesicht bekommt. Der Film funktioniert zumindest einmal sehr gut, besitzt aber mangels guter Effekte keinen hohen Wiedersehenswert. Einen Kauf sollte man sich daher gründlich überlegen und vielleicht erst mal zur Verleihfassung greifen.
Die wenigen Schauspieler erledigten alle einen sehr guten Job. Lediglich die Familie an sich ist leicht unrealistisch dargestellt; denn auch wenn der Vater und Konzernchef der Getreideproduktion noch so ein A-loch ist, würde er in der Realität sicherlich kein selbst entwickeltes, hochgradig toxisches Düngemittel für seine Produktion verwenden, das ein Tiersterben in einem ganzen, nahegelegenen Wald verursacht. Noch dazu auf seiner eigenen Farm und ohne Tests... Vor allem wird in der EU doch jeder noch so kleine Bestandteil von Irgendwas in irgendwelchen Lebensmitteln sofort erkannt und sorgt für große Skandale, die jeden Landwirt schnell in den Ruin treiben. Ein viel zu großes Risiko! - Die Grundidee, die Wildschweine durch Dünger aggressiv zu machen, scheint irgendwie noch aus den 80er Jahren, als die Worte Bio und Öko noch nicht ganz so groß geschrieben wurden, wie es heute der Fall ist. Insofern gibt es einen kleinen Minuspunkt von unserer Seite, da uns das Fundament des Films nicht ausgereift genug erscheint.
Die Bildqualität der von uns geprüften DVD ist absolut in Ordnung. Die Soundqualität hat uns besonders gut gefallen und auch an der Synchronisation gibt es nichts auszusetzen. Leider mangelt es den Veröffentlichungen an interessanten Extras.
Fazit: Dieser Rotte möchte man nachts definitiv nicht im Wald begegnen. Uns fällt kein Tierhorrorfilm ein, in dem visuell so wenig auf die Horrorviecher eingegangen wurde und der trotzdem so gut funktioniert. Ein paar Abstriche sind also vorprogrammiert, auch weil die Gift-Dünger-Thematik nicht unbedingt die neuste ist. Dennoch ist PREY ein sehr atmosphärischer, gut inszenierter und kurzweiliger Tierhorrorfilm, den Freunde dieses Subgenres nicht missen sollten.
Wir geben stolze 4,5 von 6 Sternen
     
|







Screenshots by GruselSeite.com
|