POSTAL - Kino-Preview





Kinoplakat



Titel: Postal

Originaltitel: Postal

Genre: Videospielverfilmung, Action, Komödie

Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Land/Jahr: USA, Kanada, Deutschland 2007

Regie: Uwe Boll

Drehbuch: Uwe Boll

Produzenten: Uwe Boll, Dan Clarke, Shawn Williamson

Darsteller: Zack Ward, Dave Foley, Chris Coppola, Michael Benyaer, Jackie Tohn, Erick Avari, Ralf Moeller, Chris Spencer, Seymour Cassel, Uwe Boll, Larry Thomas

Verleih: Kinostar Filmverleih

Laufzeit: ca. 107 Min.

Website: www.Postal-TheMovie.com




Kinostart: 18. Oktober 2007



Kurzinhalt des Films:

Zusammen mit seiner Frau "Bitch" lebt Dude in einem kleinen Wohnwagen im Randgebiet der Stadt.
Nach einem missglückten Bewerbungsgespräch und dem nachfolgenden Gang zum Sozialamt steht Dude auf der Türschwelle seines Onkels. Dave, der sich als erfolgreicher Anführer der städtischen Sekte einen Namen gemacht hat, steht jedoch selbst vor dem finanziellen Ruin. Zusammen mit seinem Neffen schmiedet der geliebte Onkel den Plan, verkäufliches Merchandise zu klauen und sich an den Erlösen zu bereichern. Blöd nur, dass just in diesem Moment die Taliban in Paradise eintreffen, mit einem wesentlich perfideren Plan im Hinterkopf. Die Dinge geraten völlig außer Kontrolle, als sich Osama bin Laden dann auch noch genötigt sieht, seinen Freund und Unterstützer George Bush einzuschalten.

Dude lernt schnell, wie befreiend es sein kann, wenn einem nichts geblieben ist, das man noch verlieren könnte. Er lernt, keinem Sektenführer zu folgen, speziell wenn dieser Sektenführer bereits seine eigene Bibel geschrieben hat. Er lernt, dass sich die Liebe an den unwirtlichsten Orten finden lässt, selbst dann, wenn das Objekt der Begierde dein Leben mit einer Waffe am Kopf aushauchen möchte. Und zu guter Letzt zeichnet sich auch ab, dass die Explosion einer nuklearen Bombe durch nichts zu überbieten ist...



Trailer:

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Interview mit Uwe Boll:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kino
Mit freundlicher Unterstützung der Pressebetreuung


Was hat den Regisseur Uwe Boll bloß geritten einen solchen Film zu drehen!? Das Spiel ist schon scheiße, der Film ist es auch, und das ist auch gut so! - So herzhaft haben wir im Kino schon lange nicht mehr gelacht!

POSTAL haut auf die Kacke wo es nur geht. Freunde von bitter bösem schwarzen Humor sind auf jeden Fall an der richtigen Adresse wenn sie sich in der Kino-Schlange einreihen. Und ansonsten kann wirklich keiner der Besucher der Sneak-Preview und der Erstaufführung in Bremen glaubhaft versichern er hätte an keiner Stelle des Films vor Freude eine Menge Luft aus den Lungen geblasen. Das Publikum war auf den von uns besuchten Vorführungen begeistert! In der letzten gab es sogar Applause.
So viel politische Unkorrektheit ist einfach nur herrlich!

Dabei hat POSTAL sehr viele gute Gedankenansätze, die nur total überzogen auf Zelluloid gebannt wurden. Es wird letztendlich gezeigt was wir alle denken aber uns nicht trauen zu sagen, und genau das bemängelt Uwe Boll ja auch in unserem Interview (Beispiel Sony: "Es ist ein Film den alle sehen wollen aber den keiner vertreiben möchte").

Der Humor driftet zeitweise auf ein "Er hat mir Kacka in den Mund gemacht."-Niveau ab, was zugegebener maßen sehr gewöhnungsbedürftig ist, jedoch haben sich die Macher sehr konsequent an das Drehbuch des Spiels gehalten. Sogar ein "Bug" wurde bedacht, bei dem man im Spiel ohne nachzuladen unendlich lange mit der Knarre feuern kann, nachdem der "Dude" allen anwesenden Taliban, Sektenfanatisten und Rednecks (die ihn lynchen wollen) eine fast rührseelige Story über Gott und die Welt vorgetragen hat.

Die Kernaussage des Films ist, dass der Mensch immer danach strebt seinen, den einzig wahren Glauben durchzusetzen, auch mit Waffengewalt, und dass Personen der Öffentlichkeit (z.B. Präsidenten oder religiöse Führer) Gott immer näher stehen als das gemeine Fußvolk.

So bemängelte Boll in einer Q'n'A-Runde z.B. eine Passage in Gerhard Schröders Memoiren, in der Schröder von einem Treffen mit US-Präsidenten Bush berichtete, der ihm in einem unbeobachteten Moment erzählte "Ich musste den Irakkrieg einfach beginnen, Gott hat es mir befohlen." - Das mag nun sehr engstirnig klingen, weil man als Präsident Gott nicht einfach verleugnen kann, jedoch wirkt das Ganze doch recht krank...
Fakt ist, dass Gott immer als "Allmächtiger" dargestellt wird, er also in keiner Religion Helfer braucht die für ihn die Erde zerstören. Und schon gar keine scheinheiligen Feiglinge in Führungspositionen, die lediglich Schlachtvieh (uns) an die front schicken, nur um Waffen zu verkaufen. Das kotzt uns doch irgendwie alle an, oder?
Der Boll hat hier auf witzig überzogene Art und Weise seinen Weltschmerz verarbeitet...

Sehr bedenklich ist die Reaktion vieler Kinobetreiber, die Angst hätten den Film zu zeigen, weil sie islamistische Anschläge befürchten. Das klingt danach als hätten Osama Bin Laden (Sammy) und seine Helfershelfer erreicht was sie wollten. Zum Glück gibt es aber auch Menschen die sich nicht unterbuttern lassen. Und wieso auch? Eigentlich verarscht der Film alles und jeden! Da muss man drüberstehen...

Die Zeiten in denen DAS LEBEN DES BRIAN (durchaus vergleichbar) und andere Monty Python-Klassiker in den Kinos liefen sind vorbei, und darum können wir uns freuen das es POSTAL bis in die heimischen Lichtspielhäuser geschafft hat...

In technischer Hinsicht kann man hier wenig bemängeln, außer Uwe Boll der sich selbst spielt und synchronisiert hat. Nun ja... Er ist eben Regisseur und kein Synchronsprecher. Als Videospielverfilmung ist der Film auf jeden Fall aller erste Sahne!

POSTAL ist Multi-Million-Dollar-Trash! Es ist ein Film den die Menschheit braucht um zu lernen mit Vorurteilen umzugehen... Ach, das kann man nicht beschreiben... Lasst euren bösesten, gotteslästerlichsten, politisch unkorrektesten und gesellschaftskritischten Fantasien freien Lauf, und schaut euch dieses Feuerwerk an bitterbösen Gags verdammt noch mal an! Zum Ablachen gemacht, mehr will der Film gar nicht erreichen!

Allen die grundsätzlich an Gameverfilmungen von Uwe Boll etwas zu meckern haben sei gesagt: Gebt hier nicht dem Boll die schuld wenn euch der Film nicht gefällt! Das liegt dann eindeutig an der Vorlage!
Redakteure die keine Ahnung von Computerspielen haben und den Film in den Dreck ziehen kritisieren einfach oberflächlich.

Fazit: Die beste schwarze Komödie 2007! Super Schauspieler, abgefahrene Gags und viel Action. Boll´s bisher Bester!

Wir geben stolze 5 von 6 Sternen:
















Press Pics

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