PITCH BLACK - DVD Review





DVD



Titel: Pitch Black

Originaltitel: Pitch Black

Genre: Scifi, Horror

Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK

Land/Jahr: USA 2000

Regie: David Twohy

Drehbuch: David Twohy, Jim Wheat, Ken Wheat

Produzenten: Tom Engelman, Ted Field, Scott Kroopf, Tony Winley

Darsteller: Vin Diesel, Radha Mitchell, Cole Hauser, Keith David, Lewis Fitz-Gerald, Claudia Black, Rhiana Griffith, John Moore, Simon Burke, Les Chantery, Sam Sari, Firass Dirani, Ric Anderson, Vic Wilson



DVD (Verkauf)

Verleih: Universal Pictures
DVD-Verleihstart: erhältlich
DVD-Verkaufstart: erhältlich
Verpackung: Steelbook
DVDs enthalten: 3
Ton:
- Deutsch: DD 5.1
- Englisch: DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bild: 2,35 : 1
Laufzeit: ca. 104 Min.
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar

Extras:
• Film: Riddick: Krieger der Finsternis (+ Extras)
• Film: Riddick: Chroniken eines Kriegers (+ Extras)
• Einführung durch den Regisseur
• Bild-Enzyklopädie zu Riddick
• Johns´ Jagd-Logbuch
• Advancing the Arc (Riddick)
• Videogame Trailer
• Ein Blick in die Finsternis
• Audiokommentare
• Making of



Kurzinhalt des Films:

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Pilotin Fry mit ihrem Raumschiff zur Notlandung auf einem entlegenen Planeten gezwungen. Bei der unsanften Landung kommt ihre Mannschaft ums Leben, einige der an Bord befindlichen Passagiere jedoch überleben mehr oder weniger unverletzt. Darunter auch der Polizist Johns und sein Gefangener Riddick, ein gefährlicher Killer, der ins Gefängnis überführt werden sollte. Abgesehen von diesen dreien besteht der Rest der Truppe aus einem bunt zusammen gewürfeltem Haufen von Siedlern, Pilgerreisenden und Geschäftsleuten - und keiner von ihnen hat eine Ahnung, wie sie auf einem glühend heißen Planeten ohne Wasser und Vorräte überleben sollen. Auf der Suche nach Wasser treffen die Gestrandeten auf eine verlassene Forschungsstation. Sie finden zwar eine fast funktionstüchtige Raumfähre und einen Brunnen, aber keine Spur der Bewohner oder einen Grund für das plötzliche Verschwinden derselben...



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kauf-DVD

Im Jahr 2001, als PITCH BLACK hierzulande in den Kinos anlief, waren wir noch mäßig begeistert von diesem durchaus kreativen Scifi-Horror-Streifen. Er war cool und unterhaltsam, keine Frage, aber irgendetwas gefiel uns nicht so recht am Gesamtkonzept. Vermutlich waren es die Farbfilter, die verschiedene Sonnen und deren Einstrahlung darstellen, was, im Nachhinein betrachtet, ein kleiner Geniestreich von Drehbuchautor und Regisseur Dabid Twohy war. Zwar eher mäßig umgesetzt und nicht ganz fehlerfrei, aber dennoch ist ein überzeugend kreativer Ansatz zu erkennen.

Ein Special-FX-Meisterwerk ist der Absturz des Transporters zu Beginn von PITCH BLACK. Dieser wirkt trotz geringem Budget (der Film hat lediglich 20 Millionen $ gekostet) außerordentlich dramatisch und für Scifi-Verhältnisse sehr realistisch. Twohy schleudert die Zuschauer quasi mit 100 Kmh sprichwörtlich ins kalte Wasser. Wieder aufgetaucht herrscht dann erst einmal Ruhe... unheimliche Ruhe, denn ist weder bekannt wo sich die Überlebenden befinden noch scheint es dort Leben und Wasser zu geben. Bzw. Gab es mal Leben, denn eine dünne Atmosphäre ist vorhanden. Und aus dem Erdinneren erklingen unheimliche Geräusche...

PITCH BLACK besticht trotz aller Absurditäten durch einen gewissen Grad an Realismus (kleine Details), die den Zuschauer während der ersten Hälfte gut bei Laune halten. So können die Gestrandeten zwar atmen, müssen aber zwischendurch aus Atemgeräten reinen Sauerstoff inhalieren, um nicht umzukippen. Auch buddeln hier keine Muskelmänner ohne Sonnenschutz im heißen Wüstensand nach Wasser und es wird darauf aufmerksam gemacht das Alkohol dehydriert, obwohl flaschenweise guter Schnaps das einzige trinkbare flüssige ist, was den Absturz überstanden hat. Wir lieben solch kleine Details in Scifi-Filmen.

Sehr interessant zu beobachten sind auch die muslimischen Pilger in der "Crew", im Zusammenspiel mit dem eiskalten Killer Riddick, der wiederum seine Probleme mit dem Kopfgeldjäger Johns hat. Eine solch bunte Konstellation an Charakteren gab es bis Dato selten in derartigen Filmen zu sehen. So sind einige spannende Charakterentwicklungen innerhalb des notgedrungen zusammenarbeitenden Kollektivs zu beobachten, wenn auch auf relativ einfach zu verstehende Art und Weise. Es handelt sich keines Falls um einen super intelligenten Film, jedoch hat dieses kleine Scifi-Highlight sehr gute Ansätze in der Darstellung intelligenten und dadurch teilweise auch kaltblütigen Handelns.

Die Schauspieler agieren, ihren Rollen entsprechend, sehr überzeugend vor der Kamera. Zudem ist es auch Vin Diesels erste große Rolle, nach fast zehnjähriger Schauspielkerriere, die ihn zu dem gemacht hat was er heute ist. Radha Mitchell (Fry) erlebten wir später in den Genrehighlights SILENT HILL und ROGUE...

Für einen FSK 16er ist PITCH BLACK bluttechnisch eher durchschnittlich. Anscheinend war eher der eiskalte Charakter Riddick (jenseits von Gut und Böse) ausschlaggebend für diese Einstufung. Ähnlich "grausame" Szenen sieht man auch in Filmen wie INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG, wenn wir ehrlich sein sollen... Atmosphärisch ist der Film vor allem auf Grund des ungewöhnlichen Settings: In der dunklen Wüste mit ein paar Taschenlampen und Gasbrenner auf der Flucht vor tausenden von fiesen, lichtempfindlichen, fliegenden Karnivoren mit Appetit auf Menschenfleisch... Das hat Stil!

Die "Riddick Bulletproof Collection" (mit allen drei Filmen - inkl. 33-minütigem Animee) ist ausgestattet mit vielen interessanten aber leider auch recht kurzen Extras. Etwas verwirrend ist die Menuführung.
Die Bild- und Tonqualität ist auf allen drei DVDs sehr gut. Es hat sich allerdings ein Druckfehler auf der Hülle eingeschlichen: Enthalten ist von RIDDICK: CHRONIKEN EINES KRIEGERS nicht der Director´s Cut, sondern die FSK 12er Kinofassung. Zusätzlich gibt es aber einen Coupon, den man zusammen mit der RIDDICK-DVD einschicken kann, um den FSK 16er DC zu erhalten. Dann decken sich die Extras (der DVD 3) aber nicht mehr mit den auf der Hülle angegebenen.

Fazit: PITCH BLACK überzeugt auf ganzer Linie durch ansprechende Coolness, ein ungewöhnlich kreatives Szenario und den "gewissen Grad" Realismus, der bei Scifi-Filmen sehr wichtig ist. Auch das zwischenmenschliche "Open-Field-Kammerspiel" wurde sehr gut von den Machern durchdacht und für Jedermann verständlich dargestellt. Der Film ist eine echte Perle im Scifi- und Horrorgenre, wenn auch technisch nicht ganz perfekt.

Wir geben überdurchschnittliche: 4,5 von 6 Sternen

















GruselSeite.com

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