 DVD
Titel: Paintball
Originaltitel: Paintball
Genre: Survivalhorror
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - Spio/JK
Land/Jahr: Spanien 2009
Regie: Daniel Benmayor
Drehbuch: Mario Schoendorff
Produzenten: Julio Fernández, Carlos Fernández
Darsteller: Brendan Mackey, Jennifer Matter, Patrick Regis, Iaione Perez, Neil Maskell, Anna Casas, Peter Vives Newey, Claudia Bassols, Felix Pring, Joyce Müller, Joshua Zamrycki, Josep Seguí, Lada Rudakova, Reg Wilson
DVD (Verleih & Verkauf)
Verleih: Universum Film
Kinostart: -
Verleihstart: 17.11.2010
Verkaufstart: 10.12.2010
Verpackungen: Amaray
Discs enthalten: 1 x DVD
Ton: • Deutsch: DD 5.1 • Englisch: DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 2,35 : 1
Laufzeit: ca. 93 Min.
Uncut: [ ] Ja [ ] Nein [X] Unklar
Extras:
• Making Of (Spanisch)
• B-Roll
• Trailer
Kurzinhalt des Films:
Ein Truck rumpelt über eine unbefestigte Straße. Im Inneren eine Gruppe von Fremden, auf der Suche nach dem puren Adrenalin-Kick. In der Dunkelheit hören sie einander atmen, den Puls langsam ansteigend, bis das Gefährt vor einem abgelegenen Wald stoppt: Es ist Paintball-Zeit! Das Spiel beginnt mit nichts weiter als einer Karte, ein paar Anweisungen, haufenweise Farbmunition und Knarren. Das vorgegebene Ziel, die sechs gegnerischen Stützpunkte zu erobern, rückt jedoch schon bald in den Hintergrund, als der Feind nicht mit bunten Farbkugeln sondern scharfer Munition schießt. Was als Teamspiel begonnen hat entwickelt sich zu einer rasanten Hetzjagd im unerbittlichen Kampf ums eigene Überleben.
Trailer:
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Eindruck: Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kauf-DVD Mit freundlicher Unterstützung von Universum Film
Als erstes müssen wir zugeben, dass uns PAINTBALL recht gut gefallen hat und sehr kurzweilig ist. Dennoch hat er eine eher nüchterne Wertung erhalten. Warum, das wird wie immer aus dem folgendem Text ersichtlich...
Die durchaus harte, spanische Produktion wurde technisch sehr kreativ und gelungen in Szene gesetzt. Als für manche störend kann sich aber die sehr hektische Kameraführung herausstellen, die oft an z.B. [REC] erinnert. Das ist insofern kein Wunder, als dass Produzent Julio Fernández die Reihe produziert hat und anscheinend mit dieser an sich guten Idee (Pseudo-Doku-Stil, aber bei PAINTBALL nur auf die Führung bezogen) mit dem Erfolgszug weiterfahren wollte. Als Regisseur hat er den Debütanten Daniel Benmayor engagiert, der hier (in technischer Hinsicht) ganze Arbeit geleistet hat und das hektische Geschehen in zwar verwackelten, aber dennoch lupenreinen Bildern eingefangen hat. Vor allem die Tötungsszenen wurden interessant inszeniert. So jagt der Killer mit einem Wärmebildvisier in bester PREDATOR-Manier, was bei den blutrünstigen Hinrichtungen am Boden liegender Opfer für einen sehr innovativen und pulstreibenden Effekt sorgt.
Am Schauspiel gibt es wenig auszusetzen, nur agieren die Charaktere, dem Drehbuch entsprechend, leicht dämlich. Ja, manchmal sogar sehr dämlich... Aber sie befinden sich auch in einer sehr stressigen Situation. Da wollen wir nicht zu kleinlich sein. Bis auf ein paar Ausrutscher einiger Charaktere gibt es aber keine gravierenden Logikfehler.
Die Idee, gelangweilte und sehr wohlhabende Geschäftsleute für ein einzigartiges "Tötungsvergnügen" bezahlen zu lassen, ist spätestens seit HOSTEL nichts neues mehr. Der Gedanke "Paintball-Pros" in einen Wald zu karren, um sie zu dezimieren, aber schon... Beobachtet werden sie permanent durch das Wärmebild des Killers und an den Bäumen befestigte Überwachungskameras. An bestimmten Positionen des von einem starken Elektrozaun eingezäunten Spielfeldes sind nützliche Gegenstände und Waffen zu finden (der Elektrozaun erklärt auch die etwas merkwürdige Schlussszene). Nur sie zu gebrauchen müssen die unfreiwilligen Teilnehmer des sadistischen Spiels erst noch lernen... Und dann gibt es ja auch noch die prädestinierten Querdenker, die vor allem in den Reihen der Mitspieler den oder die Übeltäter wittern. Die Begegnung mit dem feindlichen Paintball-Team verläuft also alles andere als friedlich... Und als das Morden danach nicht aufhört, nehmen weitere Verdächtigungen die Gedankengänge in Beschlag. Diese werden vom fiesesten Einzelkämpfer aber nicht ausgesprochen, so dass dem Zuschauer viel Raum für Interpretationen gelassen wird. Dies kann sich gut, aber auch sehr negativ auf das Sehvergnügen auswirken. Wir haben uns nicht sonderlich dran gestört, denn Bekloppte gibt es leider überall.
Die DVD besticht durch eine gute Bildqualität und auch die Vertonung geht für einen DtD-Film aus Spanien absolut in Ordnung. Ein großes Manko ist aber, dass das Making of auf Spanisch ohne Untertitel ist! Was hat sich Universum Film nur dabei gedacht? Besitzer von englisch vertonten Import-DVDs beklagten teilweise sehr dämliche Dialoge. Diese sind uns in der deutschen Fassung nicht wirklich aufgefallen. Die Story an sich ist halt recht dünn. Da kann es schon mal vorkommen, dass der eine oder andere Charakter ein bisschen Blödsinn erzählt.
Hinweis: Die Spio/JK-freigegebene Fassung soll ungeschnitten sein, mit einer Laufzeit von 93 Minuten. Bei uns war aber schon nach 82 Minuten Schluss, mit Abspann bei ca. 85 Min.. Rein optisch ist uns nur eine Szene aufgefallen die geschnitten sein könnte: Als eines der Mädels in einer mit Pflöcken bestückten Fallgrube hängt wird ihr mit Paintballs aus nächster Nähe direkt ins Gesicht geschossen, damit sie den Rand loslässt. Nur den Fall sieht man nicht und es gibt einen sehr abrupten Schnitt. Über diese Szene konnten wir aber bisher nichts herausfinden.
Fazit: PAINTBALL wurde sehr professionell in Szene gesetzt und besticht durch einen relativ hohen Härtefaktor. Viele könnten sich aber an der das Bild dominierenden Wackelkameraoptik stören, die trotzdem aber scharfe und kontrastreiche Bilder eingefangen hat. Ein blutiger und kurzweiliger Film.
Wir geben befriedigende 3,5 von 6 Sternen
     
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