
![]() Kinoplakat Titel: Freitag der 13. Originaltitel: Friday the 13th Genre: Slasher, Horror Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - FSK Land/Jahr: USA 2008 Regie: Marcus Nispel Drehbuch: Damian Shannon, Mark Swift, Mark Wheaton, Victor Miller Produzenten: Michael Bay, Andrew Form, Bradley Fuller, Sean S. Cunningham, Toby Emmerich, Brian Witten Darsteller: Jared Padalecki, Danielle Panabaker, Derek Mears, Amanda Righetti, Travis Van Winkle, Aaron Yoo, Jonathan Sadowski, Julianna Guill, Ben Feldman, Arlen Escarpeta, Ryan Hansen, Willa Ford, Nick Mennell, America Olivo, Kyle Davis, Richard Burgi Verleih: Paramount Pictures Laufzeit: ca. 97 Min. Website: www.FridayThe13th-TheMovie.com Kurzinhalt des Films: Auf der Suche nach seiner verschwundenen Schwester durchforstet Clay die unheimlichen Wälder rings um den legendären Crystal Lake. Verrottende Ferienhütten sind jedoch nicht das Einzige, was ihn hinter den moosbedeckten Bäumen erwartet. Gegen den warnenden Rat von Anwohnern und der Polizei folgt Clay den Spuren seiner Schwester und wird dabei von der College-Studentin Jenna unterstützt, die mit ihren Freunden ein Party-Wochenende am See verbringt. Doch auf sie alle wartet eine böse Überraschung - schließlich sind sie in das Reich der furchtbarsten Schreckgestalt der US-Filmgeschichte eingedrungen, in das Reich des berüchtigten Killers, der mit seiner rasiermesserscharfen Machete den Crystal Lake heimsucht... Jason Voorhees. Trailer:Player runterladen um das video zu sehen Interview mit Derek Mears (Jason): Player runterladen um das video zu sehen Eindruck: Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Kino Das lang erwartete Remake der FREITAG DER 13. "Reihe" läuft nun endlich in den hiesigen Kinos. Allerdings müssen wir zugeben, wir haben etwas zu viel erwartet, und das obwohl sogar schon Pressevorführungen im Voraus ausgefallen sind (ist oftmals kein gutes Zeichen). "Remake der Reihe" schreiben wir, weil der bis Dato sehr talentierte Regisseur Marcus Nispel eigentlich die ersten drei Teile zusammengefasst hat (von der Art her) und lediglich etwas an Jason Voorhees´ Motorik gepimt wurde. Jason ist schnell und kann zudem sehr gut mit allerlei Waffen umgehen. So trifft er auch mit Pfeil und Bogen perfekt ein den Schädel eines gut 100 Meter entfernten Bootsfahrers. Aber dies ist für uns nicht wirklich kritikwürdig, denn in den zwanzig Jahren alleine im Sommercamp (seit der Enthauptung seiner Mutter) hatte er ausreichend Zeit den Umgang mit allen möglichen Waffen zu üben. Störender ist, dass anscheinend im letzten Jahrzehnt immer wieder Urlauber verschwunden sind, die sich nicht an die abgesteckten Pfade gehalten haben, und die Einwohner bescheid wissen. Da Jason in dieser "Neuinterpretation" sehr menschlich wirkt ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit, dass ihn die Behörden in dem verhältnismäßig dicht besiedelten (so scheint es im Film) Gebiet rund um den Crystal Lake nicht dingfest machen konnten... Er wohnt einfach in dem verlassenen Haus des Campleiters, und wenn wir ehrlich sind: ein wirklich kreatives Versteck ist dieses wahrlich nicht für einen Massenmörder! Es gibt noch viele weitere kleine und größere Logikfehler (z.B. ein 24-Stunden-Cop), aber die gab es auch schon in den vorherigen 10 Franchises. Zumindest erscheint der Eishockeymaskenmörder immer noch wie ein Phantom plötzlich aus dem Nichts, so dass der klassische Mythos durchaus gewahrt wird. Die Schauspieler (bzw. deren Darstellung der bekifften Teens) sind recht gut und agieren schön überzogen, wie es die Story zulässt. Kids auf aller bestem Dope und mit einem hohen Alkoholpegel in den Eingeweiden kommen halt auf die dämlichsten Ideen und geben die ulkigsten Sprüche von sich. Das stört uns überhaupt nicht bei einem FREITAG DER 13. Film, und ist eigentlich normal. Grade aber, weil der Film so normal ist, ja fast schon unspektakulär, sind wir irgendwie enttäuscht. Aber versteht uns nicht falsch: FREITAG DER 13. ist ein unterhaltsamer und schön blutiger Slasher mit angenehm auflockernden komödiantischen Elementen, aber einfach nichts besonderes. Nicht mal ins Kino muss man gehen um in den vollen Genuss der Atmosphäre zu kommen, denn da reicht durchaus auch das heimische Wohnzimmer... Die einen nennen es Oldschool, die anderen langweilig, und wieder andere haben vielleicht einfach zu wenige solcher Filme gesehen. Darum wirkt Bay´s und Nispel´s Neuauflage fast schon wie ein Keil in der Horrorgemeinde: Manche freuen sich einfach über einen hohen Bodycount, viel Blut und Titten, die anderen finden dies zu abgedroschen und bomben die Foren mit "2/10 Punkten"-Kritiken dicht. Schlussendlich sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden... In technischer Hinsicht ist es etwas schade, dass Marcus Nispel´s Handschrift eigentlich gar nicht zu erkennen ist. Glänzten seine vorherigen Filme (TEXAS CHAINSAW MASSACRE und PATHFINDER) noch durch eine atemberaubende Optik und Schnittechnik, so erwartet den Horrorfan hier ein kinokompatibles Standardwerk. Inwiefern die vielen bekannten Produzenten und die Produktionsfirmen Einfluss auf die Dreharbeiten genommen haben, können wir nur erahnen... Fazit: Ein sehr unterhaltsamer und grund solider Slasher mit einem hohen Splatterfaktor. Dennoch etwas enttäuschend, weil FREITAG DER 13. einfach nur wie ein weiterer Teil der bekannten Reihe wirkt. Von einer Neuinterpretation oder einem Remake kann eigentlich keine Rede sein. Es gibt leider keine wirklich spektakulären Szenen und "Aha-Momente". ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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