DEADLY NAM - DVD Review





DVD



Titel: Deadly Nam

Originaltitel: Deadly Nam

Genre: Amateur, Kriegsfilm, Action, Komödie

Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK

Land/Jahr: Deutschland 2005

Regie: Markus Hagen

Drehbuch: Markus Hagen, Hendrik Thiele

Produzenten: Hendrik Thiele

Darsteller:
Hendrik Thiele, Sammy Müller, Urs Peter Hagedorn, Florian Gillwald, Hauke Hirsinger, Lars Krolik, Felix Critelli, Talis Zwidrins, Phillip Brand, Alexander Ahlen



DVD (Verleih & Verkauf)

Verleih: KurtsFilme
DVD-Verleihstart: 12.10.2006
DVD-Verkaufstart: 12.10.2006
Verpackung: 1 DVD in Amaray
Ton:
- Deutsch: Dolby Surround
Untertitel: keine
Bild: 1,33 : 1
Laufzeit: ca. 65 Minuten
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar

Extras:
• Making of Featurette
• Musikvideo "America" von Minion
• Slideshow
• Trailer



Kurzinhalt des Films:

Aus dem Zenit des Vietnamkrieges wird der erfahrene Squad um Sergeant Frank Castle und seine Männer auf eine streng geheime Aufklärungs-Mission in einem bis Dato unbekannten Sektor geschickt. Ihr Auftrag: Die Vietkong-Aktivität einschätzen und das unbekannte Terrain erkunden. Doch was sich zunächst nach einem Routine-Auftrag anhört, verwandelt sich blitzschnell in einen Kampf ums nackte Überleben!
Von den heimtückischen Fallen des Vietkong in die Knie gezwungen und vom eigenen Hauptquartier im Stich gelassen, geraten die tapferen Soldaten immer tiefer in die grüne Hölle.
Feuergefechte, Booby-Traps und Erschöpfung malträtieren die erfahrenen Kämpfer bis ins Mark, doch das Schlimmste ist noch nicht überstanden:
Plant der Vietkong eine geheime Offensive und weiß die US-Regierung eventuell mehr über den mysteriösen Sektor als der Sergeant und seine Männer selbst?
Nur eines steht fest: Am Horizont ziehen sich dunkle Gewitterwolken zu einem letzten desaströsen Feuergefecht zusammen...



Eindruck:
Review von S. Notbom
Prüfungsmedien: Kino, Promo-VCD, Kauf-DVD
Mit freundlicher Unterstützung von:
ToughEye.com & KurtsFilme


Ich habe Tränen gelacht!
DEADLY NAM ist für eine Amateurproduktion einer der besten und lustigsten Filme die ich je gesehen habe!
Ohne professionelle Unterstützung und mit Hilfe von Freunden und Bekannten, die als Darsteller vor der Kamera agierten, hat Regisseur Markus Hagen es geschafft, einen absolut unterhaltsamen, jedoch auch absolut nicht ernstzunehmen Vietnamkriegsfilm zu drehen. Auch bekannt als "der erste norddeutsche Vietnamkriegsfilm"!
Man darf sich nicht wundern wenn plötzlich deutsche Eichen, Birken oder Brennesseln im Bild zu sehen sind. Der Film wurde halt bei Verden (nähe Bremen) gedreht, und sorgte trozdem für einiges Interesse der deutschlandweiten Presse (inkl. Bild-Zeitung).
Am besten ist der Rückspiegel im Helicopter!
Computergenerierte Explosionen (die vielen TV-Produktionen Konkurrenz machen können), liebenswerte Charaktere, übertriebene Action und total überspitzter, jedoch unpolitischer Humor machen DEADLY NAM zu einem absoluten Highlight der Amateurfilmerszene!
Ich selbst habe den Film als Premiere im bremer "Schauburg-Kino" gesehen, das auf Grund des allgemeinen Interesses bis auf die Treppenstufen ausverkauft war! Dank der Promotion durch Tageszeitungen, unserer Website und vor allem des Arrangements vom "Tougheye-Team" war die Premiere mehr als nur ein "voller Erfolg", "Standing-Ovations" inclusive...
Die DVD konnten wir nun auch unter die Lupe nehmen, und sie ist mit tollen Extras ausgestattet! Die knapp 70 Minuten Bonusmaterial (hauptsächlich Interviews mit den Darstellern) inkl. einiger Blicke hinter die Kulissen und ein paar Outtakes sind genau so lustig wie DEADLY NAM selbst!
Aus diesem Grund werten wir die DVD um einen halben Punkt auf!

Fazit: Bestwertung im Bereich Amateurfilm!

Wir geben stolze 4,5 von 6 Sternen:



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Press Pics

Regisseur Markus Hagen
Sebi (GS): Hallo Markus,

nun ist es so weit und wir können endlich das lang erwartete Interview zu deinem tollen Trash-Kriegsfilm DEADLY NAM führen.

Wie entstand die Idee? Wolltet Ihr anfänglich nur einen Kurzfilm drehen, aus dem dann ein "abendfüllender Spielfilm" geworden ist?

Markus: Das ganze ist tatsächlich anfänglich eher eine Schnapsidee gewesen und war eigentlich nur als Spaßprojekt gedacht. Nachdem ich Anfang 2004 Hendrik Thiele (Drehbuchautor und Produzent von DEADLY NAM) darauf ansprach eine größeres Filmprojekt in Angriff zu nehmen (welches ursprünglich in eine komplett andere Richtung gehen sollte), kam er mit der Idee einen Kriegsfilm in der norddeutschen Vegetation zu drehen. Die „glorreichen“ Anti-Kriegsfilme der Mitt-80er mit Stars wie Michael Dudikoff oder Chuck Norris sollten auf die Schippe genommen werden. Nach dem Konsum unzähliger Vietnamfilm-Schinken - unter anderem auch wahre Highlights aus Italien - stand dann im Mai 2004 die erste Version des Drehbuchs.

Sebi (GS): Sind Ideen von Darstellern und anderen Beteiligten mit eingeflossen? Habt Ihr beim Dreh improvisiert?

Markus: Ob man es glaubt oder nicht: DEADLY NAM wurde nach einem ca. 30-seitigen Drehbuch gedreht. Natürlich flossen damals auch Ideen einzelner Darsteller ins Skript mit ein. So entstand z.B. eine Szene, in der das Squad auf einen zurückgelassenen Soldaten der Tiger Forces trifft, vollständig aus eingebrachten Ideen direkt am Set, ohne das sie je im Drehbuch gestanden hat.

Sebi (GS): Wie lange habt Ihr gedreht (Wochen, Monate, Jahre) und was waren die lustigsten und/oder spannendsten Momente während der Dreharbeiten?

Markus: Die reine Drehzeit betrug ca. 4 Monate, hauptsächlich an den Wochenenden. Es gab auch noch einen kleinen Nachdreh im Winter 2004 für eine Rückblick-Szene. Als spektakulärster Drehtag sei wohl der genannt, an dem die örtliche Polizei uns mit 3 Mannschaftswagen und echten MGs aus dem Wald getrieben haben, nachdem ein Fahrradfahrer uns dort gemeldet hatte. Da die (immer vorhandene!) Drehgenehmigung an diesem Tag nicht ordnungsgemäß in der Leitstelle weitergegeben wurde, interpretierten die Local-Cops unser Drehteam wohl als tatsächliche feindliche Streitmacht...

Sebi (GS): Gab es auch Unfälle?

Markus: Echte Kriegsverletzungen gab es zum Glück keine. Vielmehr als das Personal mussten wohl die Requisiten leiden. Nach Abschluss der Drehzeit war ein Großteil der Plastikwaffen unfreiwillig mehrteilig.

Sebi (GS): Wie viel Kohle habt Ihr letztendlich in das Projekt rein gesteckt, und habt Ihr irgendwelche Sponsoren auftreiben können, so dass Ihr nicht alles selbst bezahlen musstet? Ich habe von einem Bekannten eines Statisten gehört Ihr hättet recht teure Modell-Gewehre u.a. aus England bestellt...

Markus: Das komplette Budget des Films stammt aus unseren eigenen (leeren) Taschen. Den größten Teil der Kosten trug dabei Produzent Hendrik Thiele. Sponsoren gab es keine. Dennoch wurde der Film z.B. von einem lokalen Militaria-Sammler sehr unterstützt, der sehr viele seltene Requisiten zur Verfügung stellte. Das von Dir angesprochene Modell-Gewehr ist ein Replik eines M-60 Gewehr, wie es selbstverständlich in keinem Vietnamfilm fehlen darf. Dieses wurde in England von einem Filmwaffenhersteller produziert und hat uns stolze 600,- Euro gekostet.

Sebi (GS): Ihr habt ja ein paar wenige, aber einigermaßen gute Computereffekte in den Film eingebaut, z.B. der Hubschrauber, einige Explosionen und die Blitze der Schüsse. Wer hat die erstellt? Ihr selber?

Markus: Die Effekte stammen vollständig von mir selbst und sind alle während der langen Zeit der Post Production am Computer entstanden. Der Film enthält so insgesamt allein über 2.500 digitale Mündungsfeuer, deren Einbau sich doch als filigranere Fummelarbeit herausstellte als im Vorfeld angenommen. Zusammen mit dem Ton, der Farbkorrektur und dem eigentlichen Schnitt verging immerhin ein gutes Jahr bis alles so war, wie wir es uns vorstellten.

Sebi (GS): Die Stimme des Sprechers zu Beginn von DEADLY NAM klingt so bekannt. Wer spricht die Erzählerstimme?

Markus: Der Erzähler in DEADLY NAM ist Ron Matz (www.ronmatz.de). Er ist Mitte der 80er Jahre Mister Universum gewesen und heute multitalentiert als Sprecher, Schauspieler und Musiker tätig. Unter anderem ist er auch in KAMPFANSAGE – DER LETZTE SCHÜLER als Anführer der bösen Kampftruppen zu sehen. Seine Stimme verlieh DEADLY NAM den letzten Schliff. Der Kontakt zu ihm kam damals über eine Synchronsprecher-Datenbank im Internet zu Stande.

Sebi (GS): Und wie kam dann letztendlich der Kontakt mit dem Label KURTSFILME zustande?

Markus: Ein Bekannter der KURTSFILME Leute war auf der Kinopremiere von DEADLY NAM in Bremen und berichtete den Jungs danach seine Meinung zum Film. Daraufhin setzte sich Kurtsfilme mit uns in Verbindung und sagte die Veröffentlichung der DVD nach eigener Sichtung des Films zu.

Sebi (GS): DEADLY NAM ist ja quasi ein Trash-Erfolgsgarant, mit dem man Budget für einen weiteren Film organisieren könnte... Planst Du/plant Ihr bereits ein neues Projekt?

Markus: Wir stecken seit ca. einem halben Jahr schon mitten drin. Die Dreharbeiten sind schon fast vollständig abgeschlossen. CITY KILL heißt der neue Film, der ein Seitenhieb an die 80er-Jahre Polizei-Buddy-Movies alá Miami Vice und co. wird. Infos dazu wird es auch bald auf www.tougheye.com und www.citykill.de geben.

Sebi (GS): Vielen Dank für das Interview!








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