DARFUR
Review @ GruselSeite.com


DVD



Titel: Darfur

Originaltitel: Darfur

Genre: Drama, Kriegsfilm

Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - FSK

Land/Jahr: Kanada, Deutschland, Südafrika 2009

Regie: Uwe Boll

Drehbuch: Uwe Boll, Chris Roland

Produzenten: Uwe Boll, Dan Clarke, Chris Roland, Jonathan Shore, Matthias Triebel, Shawn Williamson

Darsteller: Kristanna Loken, David O'Hara, Noah Danby, Matt Frewer, Hakeem Kae-Kazim, Sammy Sheik, Maggie Benedict, Billy Zane, Edward Furlong, Fatima Masapu, Tshegofatso Mashao, Thando Sibeko, Yolanda Msimanga, Tauriq Jenkins, Olise Ikechukwu, Sarah Muhoho, Az Abrahams, Maboni Nyakta, Charly Mukwayanzo



DVD / Blu-ray (Verleih & Verkauf)

Verleih: Splendid Entertainment
Kinostart: -
Verleihstart: 29.10.2010
Verkaufstart: 29.10.2010
Verpackungen: Amaray / Blu-ray Hülle
Discs enthalten: 1 x DVD / 1 x Blu-ray
Ton:
• Deutsch: DD 5.1
• Englisch: DD 5.1
• Blu-ray: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 2,40 : 1
Blu-ray Auflösung: HD 1080p
Laufzeit: ca. 95 Min. (ca. 99 Min. Blu-ray)
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar

Extras:

• Audiokommentare
• Trailer



Kurzinhalt des Films:

Seit 2003 begehen arabische Milizen namens Janjaweed in Darfur schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung und ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend von Dorf zu Dorf. Für die Vereinten Nationen handelt es sich um eine der "schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt". Eine kleine Gruppe internationaler Journalisten besucht ein noch unzerstörtes Dorf, um mehr über diese Massaker zu erfahren. Als sich herausstellt, dass die Janjaweed auf dem Weg zu diesem Dorf sind, stehen die Reporter vor einer schwierigen Entscheidung. Entweder sie wenden die Augen von dem anstehenden Blutbad ab oder sie helfen der Bevölkerung, koste es, was es wolle...



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom - Prüfungsmedium: Leih-DVD

Seit Dr. Uwe Boll Filme in Eigenregie dreht und die ganze KG nicht mehr darauf aufgebaut ist dem Finanzamt ein Schnippchen zu schlagen, können sich seine Werke durchaus sehen lassen. Allerdings sind wir von der technischen Umsetzung des Kriegs-Dramas DARFUR, abgesehen von der sehr löblichen Grundidee, nicht 100%ig angetan. Der Film ist grundsätzlich zwar gut, jedoch nerven die, im pseudodokumentarischen Stil geführten Kameraeinstellungen zeitweise sehr. Das ist uns vor allem bei der Herstellung der Screenshots aufgefallen, denn durch die extremen Verwackelungen konnten wir kaum ein klares Bild schießen...

Gezeigt werden wirklich grausame Taten der Janjaweed gegenüber der Zivilbevölkerung des Landes, in diesem Film speziell die Vernichtung eines Dorfes. Den einen mag es dabei zugute kommen, dass die "Splattereffekte" recht gekünstelt wirken (wären sie realistischer, dann hätte es wohl ziemliche Probleme mit der Freigabe durch die FSK gegeben), wir allerdings hätten uns zu dieser Thematik tatsächlich noch deftigere Gewaltdarstellungen gewünscht, denn hier wurde viel Potential durch mäßige Effekte verschenkt, das wahre Gesicht des Krieges zu zeigen. Speziell in Bezug auf ein solch heikles Thema wie den Sudan. - Versteht uns nicht falsch, aber ein gepfähltes Baby schockt nicht wirklich, wenn es aussieht wie eine Puppe...

Die schauspielerische Leistung geht grundsätzlich in Ordnung. Uwe hat mal wieder einige bekannte Gesichter für sein Projekt begeistern können, was evtl. auch an sehr hohen Gagen und einen daraus resultierenden, für seine Verhältnisse sehr teuren Film liegen könnte. So erklären sich auch die mäßigen Effekte. Dies aber nur am Rande...
Mit von der Partie sind Billy Zane, der TITANIC-Bösewicht, die Terminette aus TERMINATOR 3, Kristanna Loken und der 90er Jahre TERMINATOR 2-Star Edward Furlong, der zuletzt in Uwe Boll´s SIEGBURG bravourös eine der Hauptrollen gespielt hat. Interessant ist, dass die Afrikaner im Film teilweise von echten Flüchtlingen aus dem Sudan gespielt wurden. Deren schauspielerische Leistungen fallen für uns darum nicht ins Gewicht.

Die Story ist insgesamt sehr hart und vor allem löblich, jedoch ein bisschen zu sehr auf Heldentum getrimmt. Etwas mehr Hilflosigkeit, auch der Journalisten, hätte uns weitaus besser gefallen. Niemals ein Schießeisen in der Hand gehabt zu haben und zwei Dutzend militante Moslems über den Haufen zu schießen, in einem "Straßenkampf in der Wüste", das ist leider etwas zu viel des Guten. Aber dennoch zeigt DARFUR sehr ungeschönt, was im östlichen Afrika noch heute für Missstände herrschen, in einem Land in dem Christen in einigen Regionen für vogelfrei erklärt wurden...

Alles in allem ist DARFUR eine Runde Sache, wäre da nicht die gewisse bollsche Note, die den Film qualitativ irgendwie an der untersten Grenze des B-Movie-Bereichs hält. Das resultiert höchstwahrscheinlich daraus, dass Boll derzeit Filme, scheinbar auch klamm heimlich, wie am Fließband produziert und jedes Projekt einem engen Zeitplan unterliegt. Das schreiben wir als bekennende Boll-Freunde und Fans...

Die Ausstattung der Veröffentlichungen ist mäßig. Es finden sich lediglich Audiokommentare auf ihnen. Die Bild- und Tonqualität ist grundsätzlich in Ordnung, bis auf gewisse Mängel, die den Film selbst in Sachen Kameraführung betreffen.

Fazit: DARFUR ist ein Film der wach rütteln soll und zeigt, dass es noch Regionen auf der Erde gibt, die wortwörtlich der Hölle ähneln und in denen gewisse Menschenleben nichts Wert sind. Wegen dieses löblichen Hintergrundes bekommt der Film von uns eine recht hohe Wertung. Handwerklich und schauspielerisch ist DARFUR lediglich solide...

Wir geben überdurchschnittliche 4 von 6 Sternen

























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