BURIED
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 Poster
Titel: Buried
Originaltitel: Buried
Genre: Thriller
Altersfreigabe: ab 16 Jahren - FSK
Land/Jahr: USA 2010
Regie: Rodrigo Cortés
Drehbuch: Chris Sparling
Produzenten: Adrián Guerra, Peter Safran, Rodrigo Cortés, Alejandro Miranda
Darsteller: Ryan Reynolds, José Luis García Pérez, Robert Paterson, Stephen Tobolowsky, Samantha Mathis, Ivana Miño, Warner Loughlin, Erik Palladino, Kali Rocha, Chris William Martin, Cade Dundish, Mary Songbird, Kirk Baily, Anne Lockhart, Robert Clotworthy
Laufzeit: ca. 93 Min.
Kinostart: 04. November 2010
3D-Format: n/a
Verleih: Ascot Elite
Website: Buried-DerFilm.de
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar
Kurzinhalt des Films:
Das ist das Schicksal von Paul, einem amerikanischen Lastwagenfahrer und Familienvater, der in einem Holzsarg aufwacht. Er wurde lebendig begraben und weiß weder, wer ihm das angetan hat, noch warum. Seine einzige Chance, diesem Alptraum zu entkommen, ist ein Handy. Schlechter Empfang, ein rapide schwindender Akku und Sauerstoffmangel sind die schlimmsten Feinde in seinem Wettlauf gegen die Zeit: Paul hat nur 90 Minuten, um gerettet zu werden.
Trailer:
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Interview:
Regisseur Rodrigo Cortés
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Eindruck: Review von B. Köstens - Prüfungsmedium: Kino (OmU) Mit freundlicher Unterstützung der Pressebetreuung
Das Thema des lebendig begraben Seins ist sicherlich kein neues in der Welt des Films. Sei es z.B. in dem Thriller SPURLOS (1988 aus den Niederlanden, sowie 1993 in dem US Remake mit Kiefer Sutherland und Sandra Bullock), in der von Quentin Tarantino grandios inszenierten Staffel-Finalfolge der Serie CSI oder ziemlich eindrucksvoll dargestellt in einer Szene aus KILL BILL 2, in der plötzlich die Leinwand für eine gefühlte Ewigkeit schwarz blieb und der Kinosaal plötzlich von panischem Atmen, Kratzen und Klopfen erfüllt war...
So konsequent weiter ausgeführt, wie es der spanische Regisseur Rodrigo Cortés nun mit BURIED – LEBEND BEGRABEN darstellt, hat es aber bisher noch niemand: Mit der Zielvorgabe "gehe mit der Kamera nie raus an die Oberfläche" stellte er sich und seinem Team eine ziemlich große Aufgabe. Und so befindet sich Paul Conrey, die Hauptfigur und letztendlich einzig gezeigte Figur im Film, über die gesamte Spielzeit an ein und demselben Schauplatz, nämlich einem hölzernen und alles andere als großen Sarg... Irgendwo unter der Erde, irgendwo mitten im Irak, begraben und lediglich mit einem Feuerzeug sowie einem Telefon ausgestattet, sowie Luft für 90 Minuten. Keine Spur von einem Nebenplot, keine weiteren Gesichter, lediglich Stimmen am anderen Ende des Handys.
Trotz des limitierten Schauplatzes, oder auch grade deswegen, gelingt Cortès das, was man sich von einem derartigen Film nicht wirklich vorstellen kann, nämlich beim Zuschauer zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen zu lassen. Hierzu tragen sicherlich auch die Leistungen des Kameramanns Eduard Grau bei, der das Geschehen in teilweise bis zu sechs Minuten langen Szenen, ohne einen einzigen Schnitt, auf sehr interessante Art und Weise eingefangen hat. Um das möglich zu machen wurden sieben verschiedene Särge mit unterschiedlichem Spielraum für die Kamera angefertigt, wodurch sogar Kranfahrten über das Opfer hinweg, oder eine Einstellung, die Paul in einem endlos tiefen Sarg liegen lässt, gekonnt auf Zelluloid gebannt werden, und seine Verzweifelung und Panik glaubwürdig einfangen konnte.
Vor allem aber lebt BURIED von seinem Darsteller Ryan Reynolds (X-MEN ORIGINS, SMOKIN ACES), der vermutlich alle anderen Beteiligten an die Wand gespielt hätte, wären noch andere Schauspieler im Film zu sehen. So wechselt er glaubwürdig von einer Emotion in die andere: Ob Panik, Verzweiflung, Hoffnung, Resignation oder Schmerz - man nimmt ihm sein Leiden jederzeit ab und möchte am liebsten der jeweiligen Person am anderen Ende des Handys die Gurgel zudrücken, wenn er wiederholt in die Warteschleife gesetzt wird, und anfangen zu heulen, wenn nur der Anrufbeantworter seiner Frau ran geht. Wenn zwischendurch das Bild immer wieder über mehrere Sekunden völlig schwarz bleibt, nur panische Atemgeräusche, wildes Schlagen oder Schreie zu hören sind, bis plötzlich das Handy anfängt zu leuchten, dann ist wohl auch der letzte Zuschauer mitten im Geschehen...
BURIED ist sicherlich nichts für schwache Nerven und schon gar nichts für Menschen die unter Klaustrophobie leiden. Aber ganz bestimmt etwas für jeden, der sich auf einen nervenaufreibenden und von vorne bis hinten beklemmenden Thriller einlassen möchte... Da verzeiht man dem Film auch, dass die Rahmenhandlung alles andere als originell daher kommt, zumal sie letztendlich gar keine große Rolle spielt.
Fazit: BURIED – LEBEND BEGRABEN ist ein sehr beklemmendes und intensives Kammerspiel. So etwas hat man noch nicht gesehen. Absolut empfehlenswert!
Wir geben stolze 4,5 von 6 Sternen
     
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Press Pictures
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