STARCRAFT II
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DVD



Titel: StarCraft 2 - Wings of Liberty

Originaltitel: StarCraft 2 - Wings of Liberty

Genre: Echtzeitstrategie, Scifi

Altersfreigabe: ab 12 Jahren - USK

Release: Juli 2010

Entwickler: Blizzard Entertainment

Publisher: Blizzard Entertainment

Vergleichbar mit: StarCraft, Command & Conquer

Erhältlich für: PC



PC DVD (Verkauf)

Verpackung: Amaray in aufwendigem Pappschuber
Discs enthalten: 1 x DVD
Ton: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar



Systemanforderungen

Betriebssystem: Windows XP / Vista / 7
Prozessor: Dual Core Prozessor
Arbeitsspeicher: 1,5 GB
Grafikkarte: ab GeForce 6600GT (128 MB) o. Radeon 9800 Pro
3D Vision Unterstützung: unklar
DirectX® Version: DirectX 9.0c - 11.0
DVD-ROM Laufwerk: -
Soundkarte: DirectX kompatible Soundkarte
Festplattenspeicher: 12 GB
Peripheriegeräte: Tastatur & Maus
Multiplayer: ja



Kurzinhalt des Spiel:

In einer weit entfernten Zukunft, in den dunkelsten Weiten des Universums, rufen die Geister der Vergangenheit Ihren Namen. Sie sind Jim Raynor, ein ehemaliger Marshal, nun ein Rebell, der das Gesetz in die eigene Hand nimmt und die Terranische Liga und ihren ruchlosen Anführer Arcturus Mengsk zu Fall bringen will. Erlittener Verrat und Schuldgefühle plagen Sie und so mancher glaubt, dass Sie den Kampf bereits aufgegeben haben. Doch Sie haben Versprechen zu halten... und es dürstet Sie nach Rache, die schon lange überfällig ist.



Trailer:

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Eindruck:
Review von S. Notbom
Prüfungsmedium: Kauf-DVD
Test-Spielzeit: ca. 50 Stunden


Mindestens als langjähriger STARCRAFT-Nerd ist der zweite Teil sehr eingängig. Aber Blizzards besondere Stärke war es ja schon immer, interessierten Zockern einen leichten Einstieg in ihre Spiele zu bieten. Die Tutorials dienen Versierten eher zum Einstellen der Peripherie und zur Gewöhnung an die neue Grafik, die uns trotz aller pessimistischer Vorab-Kritiker ziemlich gut gefällt. Vor allem die extrem aufgebohrte Engine der Ingamegrafik für die Zwischensequenzen kann sich durch ihre extrem hochauflösenden Texturen und Tiefenschärfen sehen lassen (die meisten Szenen im Trailer sind tatsächlich in Echtzeit berechnete 3D-Grafik). Und auf Grund der Masse an Einheiten zwingt STARCRAFT 2 im Multiplayermodus und in höchsten Details dann doch annähernd unseren Test-PC in die Knie (Dual Core - 2,61 GHz, 2GB DDR2 RAM und ATI Radeon HD5770 - 1GB DDR5), da auch im Spiel sehr hochauflösende Texturen und schicke Spezial-/Grafikeffekte geboten werden. Der Multiplayermodus ist übrigens die wichtigste Spielvariante. Dazu später mehr.

Eine ziemliche Frechheit ist es, dass Blizzard jeden der drei STARCRAFT 2 Teile (es werden insgesamt 3 Kampagnen erscheinen) ursprünglich als 30€ Spiele angekündigt hat. Kurz vor Release von WINGS OF LIBERTY befahl der Entwickler und Publisher den Handelsketten aber den Preis auf mind. 40€ anzuheben (haben wir aus direkter Händler-Quelle erfahren)... 40€ sind aber dennoch ein absolut fairer Preis, denn geboten wird eine 20-30 Stunden fordernde Einzelspielerkampagne und ein endloser, kostenloser Multiplayermodus für das Internet (Battle.net). Das Preis-/Leistungsverhältnis ist also mehr als nur zufriedenstellend, wenn man sich dagegen einige derzeitige "Blockbuster" anschaut, bei denen man Pro Stunde Spielzeit umgerechnet gut und gerne an die 5€ bezahlt. Eine kinoreife Story wird hier natürlich, neben dem Echtzeitstrategiespiel, auch geboten, welche die aller meisten bisherigen Titel der Spielgeschichte tief in den Schatten stellt. An bestimmten Punkten muss man sich zudem für bestimmte Fraktionen entscheiden, was direkten Einfluss auf die Story nimmt und Anreiz für erneutes Durchspielen bietet (andere Lösungswege ausprobieren).

Im Einzelspielermodus übernimmt man die Rolle von Ex-Marshal Jim Raynor, dessen Weggefährtin Sarah Kerrigan während einer früheren Mission (STARCRAFT) von Föderationsanführer Arcturus Mengsk im Stich gelassen wurde. Sarah wurde von den insektenartigen Zerg aber nicht getötet, sondern vom Overmind – eine Art Mega-Gehirn, das die Zerg-Schergen befehligt – mutiert zu einer eiskalten Killermaschine mit eigenem Verstand, als ausführende Rechte Hand. Jim arbeitete sich nach dem Verrat hoch zu einem berühmtberüchtigten Rebellenanführer, der fortan gegen Mengsk aufrührte und einige Freunde und Verbündete unter den mächtigen Protoss, einer Alienrasse auf Energiebasis, fand. Gemeinsam bekämpften Jim und die Protoss erfolgreich die Zerg und Kerrigan, die "Königin der Klingen". Kerrigan floh nach ihrer Niederlage in die Weiten der Galaxis... und kümmerte sich um eine neue Brut.

Hier setzt nun die terranische Kampagne WINGS OF LIBERTY an, in der man, neben der super ausgeklügelten Story auch die Einheiten der menschlichen Freiheitskämpfer kennen lernt. Neu sind nicht nur die vielen Ingamegrafik-Zwischensequenzen und einige Einheiten, sondern auch das Upgrade-System. Man entwickelt nicht mehr, wie im normalen Spiel, innerhalb der Missionen Verbesserungen der Waffen und Panzerung, man kann nun von Mission zu Mission bestimmte Erfahrungspunkte entweder in die Zerg- oder die Protoss-Forschung investieren, die Gebäude und Einheiten dauerhaft mit verbesserten Funktionen und Fähigkeiten ausstattet. Für abgeschlossene Missionen bekommt man Credits, mit denen man ebenfalls Waffenverbesserungen und neue Einheiten, ja sogar Söldnergruppen kaufen kann. Söldner sind verbesserte Spezialeinheiten, die man voll ausgerüstet gegen ein paar Mineralien innerhalb der Missionen im Söldnerquartier (Gebäude) kaufen kann.
Die neue Einheit, die uns am besten gefallen hat, ist mit Abstand der "Viking". Dabei handelt es sich um eine Luft-Bodeneinheit, die per Tastendruck zwischen fliegen und laufen wechseln kann, wie eine Mischung aus dem bekannten Goliath (STARCRAFT) und der Valkyrie (STARCRAFT: BROODWAR). Außerdem gibt es bei allen Rassen Boden-Einheiten, die über Abgründe und Höhenunterschiede springen können. Diese Units sind vor allem beim sogenannten "Harrassen" (nerven der Gegner während des Basisaufbaus) im Mehrspielermodus wichtig.

Leider ist auch für die Solokampagne das Erstellen eines Accounts in Blizzards Battle.net vonnöten. Eine permanente Internetverbindung dorthin ist jedoch beim spielen der Kampagne nicht zwingend erforderlich, nur dann bekommt man während des Spielens keine Account-basierten "Archivements" (Erfolge, Orden) beim Bestehen bestimmter Missionsziele gutgeschrieben.
Wir konnten das Spiel, dank Profil-Speicherfunktion, auch mit deaktivierter Netzwerkverbindung starten. Im Einzelspielermodus wählt man dann einfach den Punkt "Gegen KI spielen" aus und hat alle offiziellen Mehrspielerkarten zum Üben zur Verfügung.

Natürlich bietet der Mehrspielermodus über das Battle.net alle drei Rassen für das freie Spiel an (Terraner, Zerg, Protoss). Die Beschränkung auf die Terraner gilt nur für die umfangreiche Kampagne, obwohl man auch dort ca. fünf Protoss-Kampagnen (Zeratuls Erinnerung) spielen kann.

Unserer Meinung nach ist der Multiplayermodus nicht mehr ganz so ESL-konform wie er es noch in STARCRAFT (1) war. Vor allem dass man (von Moddern nachgereichte) Mucho- und Fast-Maps (mit mehr Mineralien und klarer Aufteilung) jetzt anscheinend nur noch mit 8 Spielern oder Computergegnern spielen kann, das schränkt ligatechnisch sehr ein. Man benötigt also für alle Karten (bisher) die entsprechende Anzahl an Spielern. Auch ist das Beitreten der Spieler in offene Spiele sehr gewöhnungsbedürftig; denn sind alle komplett, dann startet ein Countdown bis zum Begin des Spiels. Verlässt ein Spieler während dieses Countdowns das Spiel, dann beginnt eine ungleiche Partie (z.B. 1 vs 2). Der Ersteller hat keinen Einfluss auf den Startzeitpunkt. Auch gibt es keine Chatrooms. Wir hoffen natürlich dass diese noch nachgereicht werden.
Ansonsten wird gespielt wie es auch schon in STARCRAFT der Fall war: Die drei kämpfenden Rassen könnten unterschiedlicher nicht sein, sind aber in ihren Fähigkeiten und Stärken perfekt austariert. Jede der Rassen bedarf ihres eigenen Trainings und nicht jeder Spieler kommt mit allen gleich gut klar. Es manifestieren sich schnell Lieblinge.

Auch während des Onlinespiels ergattert man dann und wann ein paar Archivements, die z.B. neue Avatare freischalten. Zu Begin hat man überdies die Möglichkeit 50 ungewertete Übungsligaspiele zu spielen, bevor man sich in die Weltrangliste stürzt. Diese kann man aber optional überspringen, was sich allerdings nicht empfiehlt, denn das Spielgefühl unterscheidet sich doch sehr von dem in STARCRAFT (1). Spiele gegen die KI (Computergegner) werden ebenfalls nicht gewertet.

STARCRAFT 2 ist trotz einer Freigabe durch die USK ab 12 Jahren ungeschnitten und genau so blutig wie der erste Teil (die Einheiten platzen dank detaillierterer Grafik/Texturen sogar noch eindrucksvoller).

Fazit: Es bleibt abzuwarten ob sich STARCRAFT 2 dauerhaft einen Platz unter den beliebtesten der Onlinespiele sichern kann. Aber die Prognosen stehen sehr gut, wenn Blizzard vielleicht noch ein paar Battle.net-Features nachreicht (z.B. Chaträume), die STARCRAFT bereits Ende der 90er Jahre so erfolgreich und benutzerfreundlich gemacht haben. Die Grafik hat uns absolut zufriedengestellt, vor allem während der, dank aufgebohrter Spielengine, toll animierten und fein texturierten Zwischensequenzen. Die Terraner-Kampagne WINGS OF LIBERTY beschäftigt für mind. 20 Spielstunden und bietet bereits einen kleinen Einblick in das Protoss-Gameplay. Obwohl die Protoss- und Zerg-Kampagnen als weitere Vollpreisspiele nachgereicht werden, ist hier ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis gegeben.

Wir geben sehr stolze 5,5 von 6 Sternen

























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