S.T.A.L.K.E.R. CLEAR SKY - PC Game Review





PC DVD (Import)



Titel: S.T.A.L.K.E.R. Clear Sky

Originaltitel: S.T.A.L.K.E.R. Clear Sky

Genre: Egoshooter

Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe - USK

Release: September 2008

Entwickler: GSC Game World

Publisher: Deep Silver

Vergleichbar mit: S.T.A.L.K.E.R., Metro 2033

Erhältlich für: PC



PC DVD

Verpackung: Amaray in Pappschuber
Inhalt: 1x DVD
Ton: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Uncut: [X] Ja [ ] Nein [ ] Unklar



Systemanforderungen

Betriebssystem: Windows Vista/XP/2000
Prozessor: 2 GHz Intel Core 2 Duo oder vergl. AMD
Arbeitsspeicher: 1,5 GB
Grafikkarte: 256 MB
DirectX® Version: DirectX 9.0c / 10.0
DVD-ROM Laufwerk: 8-fach
Soundkarte: DirectX kompatible Soundkarte
Festplattenspeicher: 10 GB
Peripheriegeräte: Tastatur & Maus
Multiplayer: ja



Kurzinhalt des Spiels:

Wir schreiben das Jahr 2012. Eine Gruppe von S.t.a.l.k.e.r.n dringt zum ersten Mal in das Zentrum von Tschernobyl vor. Der Vorstoß führt zu einer massiven Emission in der Zone und alles verändert sich: Riesige Wellen anomaler Energie fegen über das Sperrgebiet hinweg und verändern das Antlitz der Zone, wie die S.t.a.l.k.e.r. sie kannten, für immer. Große Gebiete verschwinden in tödlichen Animalien, während andere Bereiche nach etlichen Jahren erstmals wieder zugänglich sind. Viele S.t.a.l.k.e.r., übermütige Touristen und sogar Forschungsreisende werden vom Rest der Zone abgeschnitten und der Kampf ums Überleben beginnt.



Trailer:

Player runterladen um das video zu sehen




Eindruck:
Review von S. Notbom
Prüfungsmedium: Kauf-DVD
Test-Spielzeit: ca. 15 Stunden


Zuerst einmal müssen wir erwähnen, dass wir S.T.A.L.K.E.R. CLEAR SKY mit aktuellem Patch (Anfang 2010) gespielt haben, denn zum Release im September 2008 gab es noch gravierende Probleme mit der Künstlichen Intelligenz (KI), der Wetter-Engine und dem Balancing der Einheiten. Teilweise sprach man davon, dass Deep Silver ein unfertiges Spiel auf den Markt geschmissen habe... Die KI wurde nun zwar verbessert, einige Kreaturen der Zone haben aber zwischenzeitlich immer noch Aussetzer.
Das Balancing der Einheiten ist immer noch relativ unfair und scheint sich nicht auf den Schwierigkeitsgrad auszuwirken, denn diese Einstellung regelt lediglich wie leicht man nützliche Objekte (z.B. Munition, Waffen, Nahrung und Verbandszeug) in der "Zone" findet. Die lange anhaltenden und kräftezehrenden Gefechte mit Wegelagerern und Militär betrachten wir als Teil der Atmosphäre des Spiels, in dem man nicht einfach durch dunkle Gänge gleitet und mit überdimensionierten Waffen reihenweise Phantasiewesen den Gar ausmacht. Die Gegner stecken, auf Grund ihrer kugelsicheren Westen schon einiges ein, springen schnell in Deckung und zielen sehr gut; wohingegen man selber, je nach Waffentyp, oft mit Aussetzern und Rückstößen zu kämpfen hat. Mit einem Maschinengewehr verzieht man sehr schnell und kann nur behutsam, stoßweise schießen, und das führt wiederum zu Ladehemmungen... Einfache, rein mechanische Schießeisen funktionieren meistens einwandfrei, was aber auch in der Story über die mysteriöse Zone verarbeitet wird, denn diese scheint sich gegen zu moderne Technik zu wehren.

Zu S.T.A.L.K.E.R. hatten wir seinerzeit ein Review angefangen/in Planung, es aber leider nie online gestellt. Also betrachten wir diesen Text hier einfach als Gesamtwertung des S.T.A.L.K.E.R.-Universums, dessen Vorbild der russische Film STALKER von Andrei Tarkovsky (1979) ist. Im Film explodiert allerdings kein Atomreaktor, sondern es trifft ein Meteorit auf die Erde und bildet eine Zone voller Anomalien und, mit den Jahren, immer fremdartigeren Kreaturen. Einige Glücksritter, die S.t.a.l.k.e.r., versuchen dort wissenschaftlich wertvolle Schätze zu finden, werden aber vom Militär gejagt und in der Zone eingesperrt. Jedoch verirren sich trotzdem immer mehr Menschen und Forscher über Schleichwege in das verseuchte Gebiet um Tschernobyl und treiben Handel mit Wirten, die gute Kontakte zur Außenwelt pflegen. - Ein seltenes Artefakt gefunden und abgeliefert, damit kann man schnell und unkompliziert viel Geld verdienen...

Doch unser Auftrag ist ein anderer: Wie müssen zunächst einmal herausfinden wer wir sind. Und da wir die bisher stärkste aller Anomalien, die das Antlitz der Zone veränderte, überlebt haben, rücken wir in den Fokus der Söldnergruppe "Clear Sky", die einen tieferen Sinn in unserem Erscheinen sieht. Nachdem wir ein paar Aufträge in den Sümpfen absolviert haben, ernten wir schnell das Vertrauen der Clear Sky und dürfen anfangen uns frei in der wirklich großen Welt um Tschernobyl zu bewegen. Unser Weg führt uns immer tiefer ins innere der Zone, in der ein mysteriöser "Wunschgönner" stehen soll...

CLEAR SKY bietet ein recht eingängiges Balancing-System der einzelnen Fraktionen (es gibt letztendlich fünf grundsätzliche Fraktionen: Söldner, Clear Sky, Militär, Wächter und Banditen). So sieht man z.B. die Gegnerstärke und -resourcen der jeweiligen Fraktionen im Gebiet auf einem Blick ins PDA. Man sollte sich bemühen seiner naheliegendsten Fraktion oder neutralen S.t.a.l.k.e.r.n und Söldnern zu helfen, die Kontrolle über bestimmte Gebiete zu erlangen, damit man sich in ihnen später weitestgehend unbehelligt bewegen kann. Anomalien und Wildtiere ausgeschlossen.

Zu Begin der Story schleicht man sich über das neue Areal "Sümpfe". Hat man dort allerdings alles notwendige Erledigt weiterzuziehen, so sieht man alt bekanntes aus S.T.A.L.K.E.R. (1), nämlich die Areale rund um die "Müllkippe". Es ist allerdings interessant dort herumzuirren und von einem Auftrag in den nächsten zu taumeln, denn sie erstrahlen in neuerem Glanz und wirken noch nicht ganz so verrottet wie im ersten Teil (CLEAR SKY ist ein Prequel), je nach Wetterverhältnissen. Erst ab dem Zeitpunkt, an dem man dem "Förster" im "Roten Wald" entgegen treten muss (innerhalb der Hauptstory), geht man komplett neue Wege...

Insgesamt gibt es nicht mehr so viele "Dungeons" (unterirdische Level), was etwas schade ist, denn sie boten im ersten Teil spielerisch willkommene Abwechslungen.

Grafisch wurde einiges verbessert, jedoch weitestgehend "nur" Effekte wie der Sonnenschatten, die Sichtweite, Wettereffekte, Wassertransparenz und Anomalien. Diese Features verleihen dem Spiel aber deutlich Atmosphäre und grafische Tiefe! - Das spielen unter Windows Vista (DirectX 10) bietet zudem noch realistischen Regen (vor allem nasse Oberflächen) und volumetrischen Nebel (und Rauch), der sich physikalisch korrekt verhält.
Ein dickes Lob geht von unserer Seite an die Macher, für die exakte Modellierung der Welt um Tschernobyl, denn es wurde sich akribisch an Satellitenaufnahmen und dokumentarisches Bildmaterial (Fernsehaufnahmen, Fotos) gehalten, so penibel, dass wenn man eine Dokumentation über Tschernobyl sieht, tatsächlich meint an allen Orten schon einmal gewesen zu sein. Grafisch ist CLEAR SKY eine echte Bombe, auch wenn es innerhalb eines kurzen Blickes auf das Spiel nicht so erscheinen mag... Man muss einfach selber in die realistische Welt abtauchen, um sich an allen Facetten zu erfreuen.

Spielerisch ist zu bemängeln, dass man permanent mit zu viel Inventar im Rucksack herumläuft, was die Spielfigur deutlich verlangsamt und an der Kräften zehrt, da Händler einem wirklich cooles Zeug lediglich zum Minimalpreis abkaufen, für ihre Sachen aber gerne mal das fünffache verlangen. Man ist dann lieber vorsichtig und spart alles mögliche Equipment für bevorstehende Gefechte auf... Vor allem ist der Rucksack mit 2-3 Gewehren + Munition, Nahrung und Verbandszeug bereits voll. Um starke Gegner aber bereits aus der Entfernung auszuschalten ist es aber z.B. nützlich ein Scharfschützengewehr dabei zu haben, auch wenn man es nur 3-4 mal im Spiel braucht, da die entsprechende Munition sehr knapp und/oder zu teuer ist.
Das Händlersystem ist (wie angesprochen) immer noch ausbaufähig, jedoch sind alte Speicherstände oft nicht zu gewissen Updates kompatibel, was sich bei einer vom Hersteller angegebenen Spielzeit von ca. 40-60 Stunden als sehr problematisch herausstellen kann. Das selbe Problem gab es bereits beim ersten Teil, der durch neue Grafikpakete sozusagen reseted wurde.

Fazit: Trotz einiger Probleme zum Release (September 2008) ist CLEAR SKY heute ein ziemlich runder Egoshooter mit tollen Rollenspielelementen und einer Atmosphäre, die Ihresgleichen sucht. Einige Glitches trüben zeitweise das Spielvergnügen, und so ist es vor allem das Ambiente, was gefallen muss. Darum gibt es von uns eine eher nüchterne Bewertung, obwohl der persönliche Eindruck mehr Punkte zulassen würde.

Wir geben stolze 4,5 von 6 Sternen:

















Screenshots by GruselSeite.com

Rechtliche Hinweise:
Diese Spielebeschreibung ist als Verbraucherinformation gedacht und stellt keine Werbung dar!
Allgemein: Das © der Filmbilder liegt bei dem jeweiligen Publisher.
Um "Traffic-Klau" vorzubeugen wurde der Schriftzug "GruselSeite.com" in die Screenshots hineingearbeitet.
Das Kopieren jeglicher Texte dieser Filmbeschreibung darf nur unter Angabe von "GruselSeite.com" als Quelle
und mit einer Verlinkung auf dieses Review erfolgen!
Wir behalten uns das Recht vor diese Filmbeschreibung in Zukunft noch zu ändern/editieren!